Dreimal Rot und Mourinho-Ausraster: Galatasaray gewinnt hitziges Derby

vor 1 Tag 1

Das Istanbuler Derby zwischen Fenerbahce und Galatasaray im Viertelfinale des türkischen Pokals sorgte in der Schlussphase für jede Menge Wirbel. Ein Doppelpack von Victor Osimhen entschied die Partie - und wurde nach dem nächsten Skandal von José Mourinho zur Nebensache.

Hitziges Derby zwischen Fenerbahce und Galatasaray - Nasenkniff inklusive.

Hitziges Derby zwischen Fenerbahce und Galatasaray - Nasenkniff inklusive. dia images via Getty Images

Zunächst zum Sportlichen, auch wenn das in der Schlussphase dieses Istanbul-Derbys im Viertelfinale des türkischen Pokals schnell in den Hintergrund rücken sollte. Osimhen legte für den Rekordpokalsieger schon in der 10. Minute vor. Nach einem langen Ball in die Spitze passte Yilmaz im Fallen auf seinen Teamkollegen zurück. Osimhen nahm den Ball an, zog aus halbrechter Position im Strafraum aus gut 15 Metern ab und drosch die Kugel wuchtig ins kurze Eck.

Gut eine Viertelstunde später bekamen die Gäste die große Chance, vom Punkt zu erhöhen. Ein Schuss von Ayhan am Fünfmeterraum sprang Kostic beim Versuch, den Ball zu blocken, aus kürzester Distanz an die Hand. Nach VAR-Hinweis und Studium der Bilder entscheid Schiedsrichter Cihan Aydin auf Handelfmeter.

Osimhen schnappte sich den Ball - und hatte etwas Glück. Der 26-Jährige entschied sich fürs rechte untere Eck aus seiner Sicht, Fenerbahce-Keeper Egribayat ahnte es. Er kam zwar noch mit einer Hand an den Ball, konnte den Einschlag und damit das 0:2 aus Sicht der Hausherren aber nicht verhindern (27.).

Noch vor der Halbzeit gelang Fenerbahce der Anschluss. Nach einem Steckpass auf Talisca in den Strafraum zog Letzterer direkt ab, doch erst Szymanski drückte den Ball in der Mitte per Grätsche über die Linie. Zunächst ging die Fahne wegen einer vermeintlichen Abseitsposition hoch, doch das Tor zählte nach Überprüfung.

Victor Osimhen im hitzigen Austausch mit Fenerbahce-Profis

Auch auf dem Rasen ging es teils hitzig zu: Hier gerät Victor Osimhen mit seinen Gegnern aneinander. IMAGO/Middle East Images

Gelbe und Rote Karten satt

Die Gastgeber schafften es in der zweiten Hälfte aber nicht mehr, zum Ausgleich zu kommen oder gar das Spiel zu drehen. Stattdessen wurde es in der Schlussphase immer hitziger. Von der 80. bis zur 85. Minute verteilte der Unparteiische sechs Gelbe Karten, dann kochten an der Seitenlinie die Emotionen komplett über.

Die Partie musste unterbrochen werden, nachdem es zwischen den Auswechselspielern zu Tumulten kam. In einer großen Traube an der Seitenlinie gingen sich Spieler und Verantwortliche von beiden Seiten gegenseitig an. Schließlich sahen der kurz zuvor ausgewechselte Yilmaz sowie Galatasarays Demirbay und Fenerbahces Yandas, die das komplette Spiel auf der Bank verbracht hatten, allesamt die Rote Karte. Auch Co-Trainer Salvatore Foti von Fenerbahce sah Rot.

Mourinho kneift Gala-Coach Buruk an die Nase

Nach 15 Minuten Nachspielzeit war dann endgültig Schluss auf dem Rasen, Galatasaray feierte den Einzug ins Halbfinale - und an der Seitenlinie leistete sich Fenerbahce-Coach José Mourinho den nächsten Aussetzer. Der Portugiese kniff seinem Gegenüber - Galatasaray-Coach Okan Buruk - unsanft an die Nase.

Buruk ließ sich anschließend - sicherlich etwas theatralisch - zu Boden fallen und fasste sich ins Gesicht. Mourinho wurde von einem Betreuer weggezogen, bevor die Situation weiter eskalieren konnte. Ein Nachspiel für den skandalerprobten "Special One" dürfte aber folgen.

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