Donnerstag: Amazons Aufbau des Satelliteninternets, Glasfaserausbau kommt voran

vor 19 Stunden 1

Am 9. April sollen die ersten Satelliten für Amazons Weltrauminternet in den Orbit gebracht werden. Doch Amazon hat Zeitdruck für das Netz aus 3200 Satelliten. Denn pro Raketenstart können nur eine begrenzte Zahl von Satelliten ins All befördert werden, aber Amazons Lizenz erfordert ein zu 50 Prozent ausgebautes Netz bis Juli 2026. In Frankfurt am Main hatte die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus zum Auftakt der Fiberdays 25 gute Neuigkeiten für die Glasfaserbranche im Gepäck. Denn der Glasfaserausbau schreitet ordentlich voran. Doch es gibt noch Akzeptanzprobleme. Ein neues Bundesdigitalministerium könnte dabei helfen. Derweil kämpft Blackberry mit sinkenden Umsätzen. Die Aktie kehrt zur Erde zurück, denn auch die Prognose für das laufende Jahr ist schlechter als erwartet. Zwar ist der Betriebsgewinn auf eine schwarze Null gefallen, aber nicht alles ist schlecht. Denn die Nettoverluste wurden reduziert und der operative Cashflow deutlich gesteigert – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Amazon wird nächste Woche Mittwoch die ersten 27 Satelliten für das Project Kuiper in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen. Es ist der Beginn eines Netzes aus mehr als 3200 Funkstationen für das Satelliteninternet des Konzerns, das es mit Starlink aufnehmen soll. Beide Netze ermöglichen den Internetzugang per Satellitenschüssel auch in abgelegenen Regionen, die bislang weder verkabelt noch vom Mobilfunk abgedeckt sind. Der Aufbau der Konstellation sollte eigentlich im ersten Halbjahr 2024 beginnen, doch das hat sich nun rund ein Jahr verzögert. Damit ist Amazon unter Zeitdruck geraten. Denn die Lizenz für das Satelliteninternet erfordert, dass das Netz bis Mitte 2026 zur Hälfte ausgebaut ist: Amazon startet die ersten Internetsatelliten für Project Kuiper nächste Woche.

In Deutschland soll das Internet dagegen per Glasfaser durch die Erde zu den Nutzern kommen und dafür verlangen die Digitalminister der Bundesländer ein eigenständiges Bundesdigitalministerium. "Wir wollen das Thema Digitalisierung in der Bündelung und Koordination auf Bundesebene so weiterentwickelt sehen, wie wir es auch in Hessen mit einem eigenen Digitalministerium haben", erklärte die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus zum Auftakt der Fiberdays 25 am Mittwoch in Frankfurt am Main. Die Einrichtung eines Bundesdigitalministeriums ist eine zentrale Forderung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO), dessen Spitze auf der Digital- und Glasfasermesse aber noch weitere Punkte für beschleunigten Glasfaserausbau nannte. Der BREKO veranstaltet auch die Fiberdays 25: Digitalminister der Länder wollen Bundesdigitalministerium.

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Keinen Ausbau, sondern schrumpfende Umsätze meldet das kanadische IT-Unternehmen Blackberry. Im Ende Februar abgeschlossenen Finanzjahr 2025 hat Blackberry fast 30 Prozent weniger umgesetzt als im Finanzjahr davor. Im Laufenden soll es jedenfalls nicht mehr werden, das Management prophezeit einen weiteren Rückgang. Weil Finanzanalysten deutlich andere Erwartungen hatten, wurde die Blackberry-Aktie nach Bekanntgabe der Finanzzahlen am Mittwoch abgestraft. Zwischenzeitlich lag der Kurs mehr als 20 Prozent unter dem Vortagesschluss, zum Handelsschluss stand immer noch ein Minus von über neun Prozent zu Buche: Blackberry schrumpft, Betriebsgewinn verschwindet.

Kreativität ist der Schlüssel zur Selbstentfaltung – und erfordert einen gewissen Glauben an sich selbst, das ist die Kernbotschaft, mit der nach 101 Minuten der Minecraft-Film seine Zuschauer entlässt. "Ein Minecraft Film" startet heute offiziell in den Kinos und Fans der Klötzchenwelten könnten überlegen, sich ihn anzuschauen. Der Titel allerdings sollte ihnen eine kleine Warnung geben: Es ist ein Film, der in Minecraft-Welten spielt, und kein Minecraft-Film. Die Story ist nicht gerade originell, wenn auch anschlussfähig für viele Generationen, die sich mit Gaming beschäftigt haben. Doch harte Minecraft-Fans sollten den Film besser meiden, so unsere Rezension zu "Ein Minecraft Film": Klotzübel und trotzdem unterhaltsam.

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Gar nicht klotzig kommt Nikons neue Vollformatkamera Z5 II daher, die signifikante Leistungssteigerungen gegenüber dem Vorgängermodell aufweist. Der 24,5-Megapixel-Sensor, bekannt aus der Nikon Zf, wird von einem fünfachsigen Bildstabilisator unterstützt. Angetrieben wird die Kamera vom aktuellen Expeed-7-Bildprozessor, der auch in den höherpreisigen Modellen zum Einsatz kommt. Dieser ermöglicht einen schnelleren Autofokus und eine deutlich höhere Serienbildrate von 14 Bildern pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus im RAW-Format. Der elektronische Sucher bietet mit 3.000 Nits eine außergewöhnliche Helligkeit. Die Kamera soll Ende April 2025 ab 1900 Euro im Handel erhältlich sein. Insgesamt bietet die Nikon Z5II Einsteiger-Vollformat mit Profifunktionen.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir unter anderem darüber, dass Frankreichs Regierung ohne ein neues Gesetz die Befugnis erhalten hat, soziale Netzwerke zu sperren. Was bedeutet diese Entwicklung für die Meinungsfreiheit im Internet? In den USA soll die Sozialkasse offenbar ihre COBOL-Systeme innerhalb weniger Monate durch moderne Software ersetzen. Warum ist ein so schneller Ausstieg aus der Altsprache problematisch? In Europa fragt man sich regelmäßig, warum es die Sommerzeit noch gibt, obwohl die EU-Kommission die Abschaffung der Zeitumstellung bereits beschlossen hat. Woran liegt das? Welche Rolle spielt die mitteleuropäische Zeitzone dabei? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Frankreichs Social-Kill-Switch, COBOL-Ablösung, Sommerzeit.

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(fds)

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