Einem Medienbericht zufolge beginnt die Nato konkrete Planungen für ihre Arktis-Schutzmission. "Arctic Sentry" entsteht als Reaktion auf US-Drohungen gegen Grönland.
3. Februar 2026, 16:29 Uhr Quelle: DIE ZEIT, sko
Das westliche Militärbündnis Nato beginnt einem Medienbericht zufolge konkrete Planungen für eine Mission zur besseren Verteidigung der Arktis-Region um Grönland. Wie der Spiegel berichtet, ordnete der Oberbefehlshaber der Nato, US-General Alexus G. Grynkewich, an, militärische Planungen für die Mission in der Arktis zu beginnen. Sie soll demnach unter dem Namen "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) laufen.
Ein Entwurf für einen Operationsplan könnte demnach schon nächste Woche vor den Verteidigungsministern der Nato-Länder liegen. Es handelt sich nach Spiegel-Angaben um eine sogenannte Enhanced Vigilance Activity, eine verstärkte Wachsamkeitsaktivität der Nato.
Die Idee einer erhöhten Militärpräsenz rund um Grönland war in Reaktion auf US-Drohungen gegen die Insel entstanden. US-Präsident Donald Trump hatte Anspruch auf die Insel erhoben, er will sie zu einem Teil der USA machen. Er begründete das damit, dass nur so die Insel vor einer Übernahme Chinas oder Russlands geschützt werden könne.
Vertreter der Nato schlugen daraufhin eine größere Militärmission in der Arktis vor. Der Überwachungseinsatz soll den USA das Argument nehmen, die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region könne nicht ausreichend gewährleistet werden. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stellte eine deutsche Teilnahme in Aussicht. Dänemark hatte die Nato um eine dauerhafte Präsenz auf Grönland gebeten.

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