Der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, hat antisemitische Äußerungen im Kulturbereich kritisiert. »Ich sehe es mit großer Sorge, dass im Kunst- und Kulturbereich Künstlerinnen und Künstler die Bühne nutzen, um vor großem Publikum antiisraelischen Hass und Hetze zu verbreiten«, sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
»Ich erinnere beispielsweise daran, wie im vergangenen Sommer ein Rapper bei einem Festival in Südengland die Menge mit antiisraelischen Parolen anheizte.« Ein Rapper des Punk-Rap-Duos Bob Vylan hatte im Juni vergangenen Jahres mit dem Slogan »Death, death to the IDF« (Tod den israelischen Streitkräften) zu Sprechchören des Publikums aufgerufen.
Der als antisemitisch eingestufte Auftritt wurde in der Folge massiv kritisiert, auch vom britischen Premierminister Keir Starmer. Die Musiker stellten den von vielen Seiten kritisierten Slogan stets als legitime Kritik an der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen dar.
London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise
Über US-Musiker Kanye West sagte Klein, dem »für seine unter anderem antisemitischen, rassistischen und Holocaust-relativierenden Entgleisungen bekannten« Rapper sei in Großbritannien zuletzt die Einreise verweigert worden. West war in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen aufgefallen.
Auch in Polen wurde ein Konzert des US-Rappers von den Veranstaltern am Freitag abgesagt. Ein Konzert in Frankreich cancelte der Rapper, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, nach einem drohenden Verbot zuvor selbst.

vor 2 Stunden
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