Mehr Investitionen in die Infrastruktur sollen den Bahnverkehr in Spanien sicherer machen. Ein Streik wurde nach der Einigung mit der Regierung vorzeitig beendet.
9. Februar 2026, 20:32 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, hap
Regierung und Gewerkschaften in Spanien haben sich auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schienen geeinigt. Einem Sprecher der Gewerkschaft Semaf zufolge wurden bei einem Treffen mit Vertretern des Verkehrsministeriums unter anderem Investitionen in die Instandhaltung der Infrastruktur und das notwendige Personal für deren Umsetzung vereinbart.
In Spanien hatte es im Januar schwere Zugunglücke mit fast 50 Toten gegeben. Daraufhin waren die Lokführer des Landes am Morgen in den Streik getreten, um mehr Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Personal zu fordern. Nach der Einigung mit der Regierung auf den Aktionsplan mit 25 Punkten beendeten die Gewerkschaften den Streik vorzeitig.
Mehrere Zugunglücke lösten Debatte um Sicherheit aus
Am 18. Januar war auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo im andalusischen Adamuz entgleist. Er stieß mit einem entgegenkommenden Zug der spanischen Staatsbahn Renfe zusammen, der ebenfalls entgleiste. 46 Menschen starben dabei, mehr als 120 weitere wurden verletzt.
Zwei Tage später entgleiste ein weiterer Zug in der Region Katalonien. Der Fahrer wurde getötet, mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Kurz danach stieß in der Stadt Cartagena im Südosten des Landes ein Nahverkehrszug mit einem Baukran zusammen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, darunter mindestens eine Person schwer.
Die Unfälle lösten in Spanien eine Debatte über die Sicherheit auf den Schienen aus. Nach dem ersten Unglück wurden laut Medienberichten viele Buchungen storniert.

vor 3 Stunden
1








English (US) ·