Westafrika: Angriffe und Explosionen in Mali

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In der malischen Hauptstadt Bamako haben nach Angaben des Militärs „unbekannte bewaffnete Terroristen“ Kasernen und andere Ziele attackiert. Auch im Landesinneren sei es zu Angriffen gekommen, hieß es in einer kurzen Stellungnahme des Generalstabs. Die Kämpfe dauerten an.

In einer Mitteilung der deutschen Botschaft an die in Mali lebenden Deutschen war von einer unübersichtlichen Lage die Rede. Der Flughafen sei geschlossen, hieß es. Es werde empfohlen, an einem sicheren Ort zu bleiben und Bewegungen im Stadtgebiet zu vermeiden.

Anwohner des Flughafens hätten Detonationen gehört, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur aus Bamako. In den sozialen Medien war auch von Angriffen in den Städten Gao im Osten des Landes, Mopti im Niger-Delta und Kati, einer Ortschaft nordwestlich von Bamako die Rede.

Die Armee machte keine näheren Angaben über die Angreifer. In dem westafrikanischen Land kommt es aber immer wieder zu Angriffen durch dschihadistische Kämpfer der seit 2017 bestehenden Terrorgruppe JNIM, die der westafrikanische Zweig von Al Kaida ist. Mali wird von einer Militärregierung regiert.

Von 2013 bis 2023 hatte die UN-Friedenstruppe Minusma in Mali den Auftrag, die Zivilbevölkerung zu schützen und das westafrikanische Land zu stabilisieren. Auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr waren in Mali im Einsatz, die letzten von ihnen haben das Land im Dezember 2023 verlassen.

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