VW-Chef stellt Aus für neue Verbrennerautos im Jahr 2035 infrage

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Mobilität

Stand: 02:15 UhrLesedauer: 2 Minuten

Oliver Blume, Chairman of the Board of Management Volkswagen Group, speaks during the event "Group Night Shanghai 2025" hosted by Volkswagen ahead of the Shanghai Auto Show in Shanghai on April 22, 2025. The world's biggest auto show opens April 23 in Shanghai, with foreign carmakers raring to show they can compete against the ultra-competitive Chinese firms that dominate the sector's new electric frontier. (Photo by WANG Zhao / AFP)
VW-Chef Oliver Blume bei der Shanghai Auto ShowQuelle: AFP/WANG ZHAO

Eigentlich sollen ab 2035 in der EU keine Verbrenner-Autos mehr zugelassen werden. Doch für VW schafft das Probleme, weshalb der Vorstandsvorsitzende jetzt eine Überprüfung des Ziels fordert. Zudem brauche es mehr politische Unterstützung und inbesondere „eine verbindliche Förderung der E-Mobilität“

VW-Chef Oliver Blume stellt das Datum 2035 für das Aus für neue Benziner und Diesel-Fahrzeuge in der EU infrage. Bei der Verkehrswende brauche es „immer wieder Prüfpunkte, die sich an den Realitäten orientieren, wie schnell sich die E-Mobilität verbreitet“, sagte Blume der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe) am Rande der Automesse in Shanghai. „Und gegebenenfalls braucht es politisch flexible Übergangszeiträume.“

Der VW-Vorstandschef lobte in diesem Zusammenhang den Vorstoß der EU-Kommission, einen dreijährigen Ausgleichsmechanismus für die CO2-Flottenziele von 2025 bis 2027 einzuführen. Dadurch gehe „kein Gramm an CO2-Einsparung zum Schutz des Klimas verloren“, versicherte Blume. Die Hersteller erhielten aber Flexibilität, ihre CO2-Ziele zu erreichen.

„Es ist ein richtiger Realitätscheck“, sagte Blume der „NOZ“. „Das Gleiche brauchen wir bei künftigen Meilensteinen wie 2030 und 2035.“

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Zugleich forderte der VW-Chef Blume mehr Unterstützung durch die Politik. „Der Hochlauf der E-Mobilität gelingt nicht allein mit den richtigen Autos“, sagte er in dem Interview. „Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“ Dazu gehörten die Ladeinfrastruktur, die Energiepreise sowie „eine verbindliche Förderung der E-Mobilität“. In Deutschland etwa gebe es entlang der Autobahnen bereits ein gut ausgebautes Ladenetz, in den Städten und im regionalen Bereich gebe es aber „Nachholbedarf“.

Die EU-Kommission hatte sich Anfang April dafür ausgesprochen, den Autoherstellern statt wie vorgesehen bis Ende 2025 nun drei Jahre Zeit zu geben, um strengere Vorgaben für den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge einzuhalten. Elektroautos gelten dabei als emissionsfrei – sie können im Rahmen der Flottengrenzwerte mit anderen, klimaschädlicheren Fahrzeugen desselben Herstellers verrechnet werden.

Konzerne wie Volkswagen und Renault haben Probleme, die verschärften Abgasvorgaben zu erreichen. Sie hatten in Brüssel mehr Flexibilität gefordert, denn bei einem Verfehlen von EU-Zielvorgaben drohen Bußgelder. Über die Lockerungsvorschläge der Kommission müssen nun das Europaparlament und die 27 EU-Staaten verhandeln. Die Verhandlungsführer könnten theoretisch weitere Änderungen an den Grenzwerten und sogar am Verbrenner-Aus für 2035 einbringen.

AFP/fhs


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