Das Bundesverteidigungsministerium schränkt aus Angst vor Spionageangriffen die Nutzung privater Mobiltelefone in Dienststellen der Bundeswehr massiv ein. Betroffen ist auch das Ministerium selbst. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine aktuelle Sicherheitsanweisung.
Darin soll es heißen, dass „keine privaten Geräte wie Handys, Tablets oder Smartwatches“ in Besprechungen mitgebracht werden dürfen, in denen „Verschlusssachen“ oder gar geheimere Vorgänge besprochen werden. Dies gelte insbesondere für Runden zur „Planung von Übungsvorhaben / Einsätzen“ oder, wenn es um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr gehe.
Die Geräte müssten vorher in Schließfächer auf den Fluren gesperrt werden. Die Anweisung gelte auch für Amtsstuben, in denen Dokumente lagern, die als „Verschlusssache“ gelten, schreibt der „Spiegel“.
Begründet wird die Vorkehrung mit einer „erheblichen Bedrohung durch Spionage, die auch zur Vorbereitung von Sabotageakten dienen könne“, wie es in dem Bericht heißt.
Die Bundeswehr sei derzeit ein „priorisiertes Aufklärungsziel insbesondere russischer Spionageaktivitäten“. Auch China verfolge einen „strategischen und langfristigen Ansatz der nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung“. (Tsp)

vor 2 Stunden
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