Die venezolanische Politikerin Machado will zurück in ihr Land, um beim "demokratischen Übergangsprozess" zu helfen. Die Festnahme eines Vertrauten halte sie nicht ab.
9. Februar 2026, 23:33 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, hap
Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado will trotz der erneuten Festnahme eines Vertrauten in ihre Heimat zurückkehren. Die Oppositionspolitikerin sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Festnahme von Juan Pablo Guanipa kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis sie nicht von ihrem Vorhaben abhalte.
Machados Ziel sei es, so schnell wie möglich nach Venezuela zurückzukehren "und die Venezolaner im demokratischen Übergangsprozess zu unterstützen". Die Friedensnobelpreisträgerin nannte kein Datum für ihre geplante Rückkehr. Sie müsse zuvor noch "bestimmte Aufgaben" erledigen, danach werde sie nach Venezuela zurückkehren.
Vertrauter forderte Anerkennung der venezolanischen Wahlergebnisse von 2024
Guanipa, ein enger Mitstreiter von Machado, wurde am Montag nur einen Tag nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis erneut festgenommen. Die Staatsanwaltschaft begründete die Festnahme damit, dass der Oppositionelle gegen die Auflagen für seine Freilassung verstoßen habe.
Am Sonntag hatte Guanipa nach seiner Entlassung aus der Haft die venezolanische Regierung aufgerufen, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl von 2024 zu respektieren. Damals hatte nach allgemeiner Einschätzung der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Wahl gegen den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro gewonnen. Jedoch wurde Maduro von den Behörden zum Wahlsieger erklärt, die Opposition sprach von Wahlbetrug.
Maduro war Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz gefangenen genommen und in die USA gebracht worden. Er befindet sich in New York in Haft. Dort soll ihm wegen angeblichem "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

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