"Wir standen auf seinen Schultern": Barack Obama hat den verstorbenen Bürgerrechtler Jesse Jackson gewürdigt. Donald Trump nannte ihn eine "Naturgewalt".
Aktualisiert am 17. Februar 2026, 20:28 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, lk
Führende US-Politiker haben den verstorbenen Bürgerrechtler Jesse Jackson gewürdigt. Der frühere Präsident Barack Obama nannte Jackson auf der Onlineplattform X einen "wahren Riesen" und schrieb: "Wir standen auf seinen Schultern."
Jackson habe "Chancen für Generationen von Afroamerikanern geschaffen", hieß es in dem Brief, den Obama gemeinsam mit seiner Frau Michelle veröffentlichte. Die beiden Versuche des Bürgerrechtlers, in den 1980er Jahren als Präsidentschaftskandidat der Demokraten anzutreten, nannte Obama "historisch". Nicht zuletzt hätten sie die Grundlage für seine eigene Kandidatur gelegt. Obama wurde 2008 zum ersten Schwarzen Präsidenten der USA gewählt.
Auch die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris würdigte Jackson. Sie bezeichnete ihn auf X als "einen der größten Patrioten Amerikas". Als junge Jurastudentin in Kalifornien habe sie einen "Jesse Jackson for President"-Aufkleber auf ihrem Auto gehabt. Jackson habe den Weg für nachfolgende Generationen geebnet.
Trump nennt Jackson "Naturgewalt"
Präsident Donald Trump bezeichnete Jackson auf seiner Plattform als "guten Mann" mit "Persönlichkeit, Durchhaltevermögen und Straßenklugheit", der "die Menschen wirklich geliebt" habe. Jackson sei "eine Naturgewalt wie wenige vor ihm" gewesen.
Der frühere Präsident Joe Biden teilte auf X mit, wegen Jackson gebe es "einen breiteren Weg in der amerikanischen Politik und im öffentlichen Leben für Führungspersönlichkeiten, die nicht weiß sind". Auch Bill und Hillary Clinton veröffentlichten eine Würdigung.
Jackson war am heutigen Dienstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Der schwarze Politiker, Pastor und Weggefährte von Martin Luther King hatte sich seit den 1960er Jahren für die Rechte von Schwarzen in den USA eingesetzt. 1984 und 1988 bewarb er sich erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

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