USA: US-Justizminister: Schütze hatte US-Regierung im Visier

vor 2 Stunden 1

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Zweifel an Sicherheitskonzept für Gala-Dinner in Washington 

Bestürzung nach Schüssen bei Dinner in Washington

Korrespondenten-Dinner: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist

Schüsse bei Dinner mit Trump: Angreifer trug mehrere Waffen bei sich

Trump: Schütze drang nicht in den Festsaal ein

Katja Guttmann

US-Justizminister: Schütze hatte US-Regierung im Visier – vermutlich auch Trump

Der Schütze bei ​der Presse-Gala mit US-Präsident Donald Trump hatte es laut Justizministerium auf Regierungsvertreter abgesehen. Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche erklärte, er gehe davon aus, dass der Schütze gezielt „Leute, die in der Regierung arbeiten“, darunter vermutlich auch Trump, ins ​Visier genommen habe, sagte er dem Fernsehsender NBC. Derzeit kooperiere der Verdächtige jedoch nicht aktiv mit den Behörden.

Wahrscheinlich sei der 31-jährige Mann mit dem Zug von Los Angeles über Chicago nach Washington gereist, sagte Blanche. Er werde am Montag vor einem Bundesgericht formell angeklagt: wegen Körperverletzung und des Versuchs, einen Bundesbeamten durch Abfeuern einer Schusswaffe zu töten. Es war zunächst unklar, ob Trump das Ziel ​des Angreifers war. Trump sagte allerdings vor Reportern, er nehme es an.

Katja Guttmann

Zweifel an Sicherheitskonzept für Gala-Dinner in Washington 

Die Schüsse beim Gala-Dinner der US-Hauptstadt-Korrespondenten wirft Fragen zum Sicherheitskonzept auf. Mehrere Teilnehmende kritisierten, die Vorkehrungen seien nicht streng genug gewesen. Wie in den Aufnahmen einer Sicherheitskamera zu sehen ist, stürmte ein Mann kurz nach Beginn der Veranstaltung durch die Sicherheitsschleuse des Secret Service. Mehrere Beamte zückten ihre Waffen und richteten sie auf den mutmaßlichen Angreifer. US-Präsident Donald Trump postete den kurzen Clip selbst auf seiner Plattform Truth Social.

Doch dass der schwer bewaffnete Mann, der laut Behördenangaben ins Hotel eingecheckt hatte, überhaupt so weit kommen konnte, ließ Zweifel am Sicherheitskonzept aufkommen. Teilnehmer des Gala-Dinners gaben an, die Vorlage einer Einladung habe ausgereicht, um in das Gebäude gelassen zu werden. Ein Ausweis sei nicht verlangt worden. Die MAGA-Aktivistin Kari Lake bestätigte das in einem Post auf X. Sie könne nicht fassen, „wie lax die Sicherheitsvorkehrungen“ beim Korrespondenten-Dinner waren, schrieb sie.

Der New York Times zufolge war der Eingang des Washington Hilton selbst nicht mit Metalldetektoren gesichert. Die Schleuse zur Sicherheitszone sei erst näher am Ballsaal eingerichtet worden.

Präsident Donald Trump sprach sich erneut für den riesigen Ballsaal aus, den er im Weißen Haus errichten lässt. Der Angriff im Washington Hilton während des Korrespondenten-Dinners des Weißen Hauses „wäre niemals passiert“, wenn die Sicherheitsmaßnahmen, die er für den Ballsaal plant, bereits bestanden hätten, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Bestürzung nach Schüssen bei Dinner in Washington

Nach den Schüssen während des Gala-Dinners in Washington äußern internationale Spitzenpolitiker ihre Bestürzung. Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf der Plattform X: „Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie. Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe.“ Er verurteile den Anschlagsversuch und sei froh, dass Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und alle Anwesenden in Sicherheit seien.

Ähnlich äußerte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron: „Gewalt hat in einer Demokratie keinen Platz. Ich versichere Donald Trump meine uneingeschränkte Unterstützung“, schrieb er auf X und nannte den Angriff inakzeptabel.

Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Trump und allen Anwesenden ihre Anteilnahme aus. „Kein politischer Hass darf in unseren Demokratien Platz finden. Wir werden nicht zulassen, dass Fanatismus die Orte der freien Debatte und der Information vergiftet“, schrieb sie in einem Post.

Der britische Premierminister Keir Starmer schrieb auf X, dass es eine riesige Erleichterung sei, dass Trump, seine Frau, First Lady Melania Trump, und alle Anwesenden in Sicherheit seien. „Jeder Angriff auf demokratische Institutionen oder auf die Pressefreiheit muss aufs Schärfste verurteilt werden.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb, dass Gewalt in der Politik niemals Platz habe. Sie danke Polizei und Sicherheitskräften, die durch ihr schnelles Handeln die Sicherheit der Gäste gewährleistet hätten.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez teilte mit: „Gewalt ist niemals der richtige Weg. Die Menschheit kommt nur durch Demokratie, Zusammenleben und Frieden voran.“

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu schrieb, er und seine Frau seien schockiert über das versuchte Attentat auf Trump. Sie seien erleichtert, dass die Trumps wohlauf seien, und wünschten dem bei dem Vorfall angeschossenen Sicherheitsbeamten eine schnelle Genesung.

Secret Service: Angreifer beim ersten Kontakt gestoppt

Der mutmaßliche Angreifer bei dem Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben des Secret Service „beim ersten Kontakt“ gestoppt worden. Er sei "ein Feigling" gewesen, der versucht habe, eine „nationale Tragödie“ herbeizuführen, sagte Matthew Quinn, der stellvertretende Direktor des Secret Service, in einer Stellungnahme auf der Plattform X. Der mutmaßliche Angreifer habe die Sicherheitsvorkehrungen des Secret Service unterschätzt, schrieb Quinn. Mehrere Anwesenden hatten diese zuvor kritisiert und warfen die Frage auf, wie der Mann überhaupt so weit kommen konnte.

Korrespondenten-Dinner: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem Mann offenbar um einen Hotelgast, der allein handelte. Weitere Verdächtige gebe es nicht. Der Polizei zufolge hatte der Angreifer eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich. Sowohl Präsident Donald Trump als auch die Sicherheitsbehörden erklärten, der Angreifer sei durch die Sicherheitsschleuse im Vorraum des Hotels gestürmt, bevor er von Beamten überwältigt und zu Boden gebracht werden konnte. Nach Polizeiangaben wurde der Mann selbst nicht angeschossen. Unklar ist bisher, wie viele Schüsse von wem abgegeben wurden.

Das konkrete Ziel des Angreifers blieb ebenfalls unklar. Dem Sender CBS zufolge sagte der Verdächtige nach seiner Verhaftung zu Polizisten, er habe Vertreter von Trumps Regierung treffen wollen. Offiziell bestätigt ist ​das bisher nicht. Trump selbst gab zu verstehen, dass der Täter es womöglich auf ihn abgesehen hatte. Auch das Tatmotiv ist noch völlig offen. Trump entgegnete auf Nachfrage eines Journalisten bloß, dass er nicht von einem Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ausgehe. 

Bei dem Verdächtigen handele ‌es sich um Cole A., sagte ein Polizeivertreter laut Medienberichten. Offiziell bestätigte Informationen zur Identität des Verdächtigen gibt es bislang wenige. Trump beschrieb ihn als einen „sehr kranken Mann“ aus Kalifornien. Laut einem CNN-Bericht ist der Mann 31 Jahre alt und lebt in Torrence, einem Vorort von Los Angeles. Er arbeitete laut öffentlichen Aufzeichnungen als Lehrer und Videospielentwickler in Südkalifornien. Zudem meldete CNN, dass der Mann laut Aufzeichnungen der Federal Election Commission im Oktober 2024 an Kamala Harris' Präsidentschaftskampagne 25 Dollar spendete.

Am Montag soll der Mann vor Gericht erscheinen. Das gab die zuständige Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro auf einer Pressekonferenz bekannt. Der Verdächtige werde wegen Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat und wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe angeklagt, sagte Pirro. Sie gehe davon aus, dass im Laufe der Untersuchung weitere Anklagepunkte hinzukommen. Die Person sei darauf aus gewesen, „so viel Schaden und Zerstörung wie möglich anzurichten“.

Schüsse bei Dinner mit Trump: Angreifer trug mehrere Waffen bei sich

Der während eines Gala-Dinners mit US-Präsident Donald Trump von Sicherheitskräften überwältigte Angreifer trug mehrere Waffen bei sich. Das sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus kurz nach dem Vorfall. Die Polizei bestätigte später, dass der Mann eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich gehabt habe.

Ob der Angreifer Trump als Ziel hatte, wisse er nicht, sagte der Präsident. Er sei noch relativ weit weg gewesen. „Die Reaktionszeit war hervorragend“, sagte er mit Blick auf das Vorgehen der Sicherheitsbeamten.

Trump: Schütze drang nicht in den Festsaal ein

US-Präsident Donald Trump erklärt auf seiner Pressekonferenz, der Schütze sei ihm zu keinem Zeitpunkt nahegekommen und habe den Eingang zum Festsaal nicht durchbrochen. Trump postete ein Video auf seiner Plattform Truth Social, das mutmaßlich den Angreifer zeigt, wie er an Sicherheitsbeamten vorbeirennt, die anschließend die Waffen auf ihn richten. 

Trump selbst habe unbedingt beim Dinner bleiben wollen – „I fought like hell“ –, sei aber von seinen Sicherheitsleuten zum Gehen aufgefordert worden. Er wolle nicht, dass „kranke Menschen“ „das Gefüge unseres Lebens verändern“, und kündigt an, das Dinner bald nachzuholen.

Trump: Sicherheitsbeamter angeschossen

Bei dem Vorfall beim Korrespondentendinner in Washington D.C. ist ein Sicherheitsbeamter angeschossen worden, erklärt US-Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er habe bereits mit dem Beamten gesprochen – dieser sei wohlauf. Der Schuss soll von seiner Schutzweste abgeschwächt worden sein.

Ein Schütze mit mehreren Waffen habe außerhalb des Saals, in dem die Veranstaltung stattfand, Schüsse auf Sicherheitsbeamte abgegeben. Der Täter sei laut Donald Trump inzwischen vom FBI festgenommen worden.

Schütze beim Korrespondentendinner überwältigt – Trump kündigt Pressekonferenz an

Laut US-Präsident Donald Trump wurden keine Regierungsmitglieder verletzt; er kündigt eine Pressekonferenz im Weißen Haus an. Der Secret Service habe „fantastisch reagiert“, schreibt Trump auf Truth Social. Laut CNN-Reporter gab ein Schütze mehrere Schüsse ab, ehe er von Sicherheitskräften überwältigt wurde. Der mutmaßliche Schütze soll ein 30-jähriger Mann aus Kalifornien sein, berichtet CNN. Nach Angaben des Secret Service ereignete sich der Vorfall vor der Sicherheitsschleuse zur Veranstaltung – also außerhalb des Festsaals. Offizielle Angaben zu möglichen Verletzten gibt es bislang nicht. Die Veranstaltung wurde nach dem Zwischenfall abgebrochen.

Mutmaßliche Schüsse bei Korrespondentendinner – Trump in Sicherheit gebracht

US-Präsident Donald Trump ist beim Korrespondentendinner in Washington nach einem Sicherheitsvorfall in Sicherheit gebracht worden. Nach einem lauten Geräusch – möglicherweise Schüsse – stürmte der Sicherheitsdienst den Festsaal; Trump, First Lady Melania und weitere Regierungsmitglieder wurden binnen Sekunden von der Bühne gebracht, andere Gäste suchten Deckung unter Tischen.

CNN berichtet unter Berufung auf einen Secret-Service-Mitarbeiter von einem Schützen in der Lobby; ein NBC-Reporter meldet auf X, Schüsse seien aus einem Raum über dem Festsaal gemeldet worden. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar. Trump befindet sich laut CNN in Sicherheit und ist unverletzt. 

USA werfen chinesischen KI-Firmen Diebstahl geistigen Eigentums vor

Das US-Außenministerium hat seine Diplomaten weltweit aufgefordert, vor dem mutmaßlichen Diebstahl geistigen Eigentums durch chinesische KI-Unternehmen zu warnen. Im Zentrum der Vorwürfe stehen Firmen wie DeepSeek, Moonshot AI und MiniMax. Sie sollen US-Technologie durch sogenannte Destillation kopieren – dabei werden kleinere KI-Modelle mit den Ergebnissen größerer US-Modelle trainiert, um Kosten zu senken. Das interne Schreiben, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, soll den Boden für weitere Maßnahmen der US-Regierung bereiten; eine separate Mitteilung wurde direkt an Peking gerichtet.

China weist die Vorwürfe zurück: Die chinesische Botschaft in Washington erklärt, Peking lege großen Wert auf den Schutz geistigen Eigentums. Das US-Außenministerium und die genannten Unternehmen äußern sich bislang nicht zu dem Bericht.

Juri Auel

Hinrichtung auf Bundesebene sollen per Erschießen möglich werden 

In den USA sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene künftig durch Erschießen hingerichtet werden dürfen. In einem entsprechenden Regierungsbericht spricht sich Justizminister Todd Blanche dafür aus, dass auch andere Hinrichtungsoptionen erwogen werden sollten – darunter auch die Todesstrafe per Erschießungskommando. Dies ermögliche dem Ressort, auch dann Exekutionen durchzuführen, selbst „wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist.“ Gemeint sein dürfte damit die Substanz, die bei Giftspritzen genutzt wird.

Die Hinrichtung per Erschießungskommando ist dem Bericht nach bereits in fünf Bundesstaaten erlaubt. Neben Idaho, Mississippi und Oklahoma können zu Tode verurteilte Straftäter auch in South Carolina und Utah erschossen werden.

Die Todesstrafe ist in den USA in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, in mehreren Bundesstaaten wird sie allerdings de facto nicht mehr vollstreckt. Außer der Giftspritze werden Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten unter anderem durch den elektrischen Stuhl oder auch per Erschießungskommando vollstreckt.

US-Präsident Trump hatte in seiner ersten Amtszeit die Todesstrafe auf Bundesebene wieder aufgenommen, sein Nachfolger Joe Biden schob dem allerdings einen Riegel vor und verhängte ein Moratorium. Nun will Blanche die Todesstrafe auf Bundesebene wieder vollstrecken. 

Juri Auel

Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell werden eingestellt 

Die US-Staatsanwältin für Washington, D.C., Jeanine Pirro, weist ihre Behörde an, die Ermittlungen gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, einzustellen. Das teilte sie auf X mit. Hintergrund der Ermittlungen waren Vorwürfe in Bezug auf Kosten bei einem Umbau der Fed. Powell hatte die Ermittlungen als politisch kritisiert, er warf US-Präsident Donald Trump vor, ihn so unter Druck setzen zu wollen, die Zinsen zu senken.

Die Einstellung der Ermittlungen, die mit einer Überprüfung der Baukosten durch den Generalinspektor der Fed gerechtfertigt werden, macht die Bestätigung des Wunschkandidaten Trumps fürs die Nachfolge Powells wesentlich wahrscheinlicher. Der republikanische Senator Thom Tillis wollte bislang eine Bestätigung von Kevin Warsh ‌blockieren, bis die Untersuchung gegen Powell abgeschlossen ist. Die meisten Kostenüberschreitungen bei den Bauarbeiten ‌schienen berechtigt zu sein, sagte er bei einer Anhörung von Warsh. Er forderte das Justizministerium auf, seine Ermittlungen einzustellen: Dann könne er die Bestätigung unterstützen. 

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Tobias Bug

Bericht: Nach verweigerter Hilfe im Iran-Krieg prüfen USA Spaniens Nato-Ausschluss

Wenige Länder helfen den USA und Israel in ihrem Krieg gegen Iran, doch noch weniger Staatschefs trauen sich, die Kriegshandlungen klar zu kritisieren. Spanien ist da eine Ausnahme: Ministerpräsident Pedro Sánchez weigerte sich, dem US-Militär ihre zwei Stützpunkte in Spanien und den Luftraum des Landes für Attacken auf Iran zu nutzen.

Donald Trump passt das gar nicht. Einem Insider der Nachrichtenagentur Reuters zufolge skizziert die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner, die den Krieg gegen Iran nach Ansicht Washingtons nicht ausreichend unterstützen. In einer internen E-Mail des US-Verteidigungsministeriums würden Optionen ​skizziert, die unter anderem einen Ausschluss Spaniens aus dem Bündnis beschreiben, sagte ein US-Regierungsvertreter Reuters.

Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch „die absolute Basis für die Nato", heiße es in der Mail. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte:  „Wie Präsident Trump gesagt hat, waren unsere Nato-Verbündeten trotz allem, was die USA für sie getan ​haben, nicht für uns ​da." Das Pentagon werde sicherstellen, dass der Präsident über glaubwürdige Optionen verfüge, ​damit die Verbündeten „nicht länger ein Papiertiger sind, sondern ihren Teil beitragen".

Die US-Regierung hat besonders Spanien im Visier. Ein ‌Ausschluss Spaniens aus der Nato hätte der ‌E-Mail zufolge zwar nur begrenzte Auswirkungen auf US-Militäroperationen, aber eine erhebliche symbolische Bedeutung. Wie die USA ​einen solchen Schritt durchsetzen könnten, ließ der Insider offen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte gelassen. Vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in ​Zypern sagte er: „Wir arbeiten nicht auf der Grundlage von E-Mails. Wir stützen uns auf offizielle Dokumente und Regierungspositionen, ‌in diesem Fall der USA."

Trump hat Spanien schon mal mit dem Ausschluss aus der Nato gedroht. „Vielleicht sollte man sie ehrlich gesagt aus der Nato werfen", sagte er im Oktober 2025, weil das Land als einziges Mitglied nicht die Verteidigungsausgaben erhöhen wollte. Der Nato-Vertrag sieht den Rauswurf einzelner Länder nicht vor, dafür gibt es kein rechtliches Verfahren. Ein Staat kann nur seine Mitgliedschaft selbst kündigen. Manchmal droht Trump auch damit, dass die USA aus dem Bündnis austritt. Davon sei derzeit aber in der E-Mail keine Rede.

Nadja Lissok

Rubio: USA verbieten Irans WM-Teilnahme nicht

US-Außenminister Marco Rubio hat eine Teilnahme des iranischen Teams an der Fußball-WM als alleinige Entscheidung Irans bezeichnet. „Wenn sie von sich aus entscheiden, nicht zu kommen, dann ist das, weil sie sich dazu entschieden haben, nicht zu kommen“, sagte Rubio bei einer Veranstaltung im Weißen Haus in Washington. „Vonseiten der USA wurde ihnen nicht gesagt, dass sie nicht kommen können.“ Die Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Angriffen auf Iran einen Krieg begonnen. Derzeit gilt eine Waffenruhe.

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