Die USA werden demnach im Gegenzug das Kommando über die Nato-Seestreitkräfte mit Sitz in Großbritannien übernehmen. Den Berichten zufolge werde die Umsetzung vermutlich mehrere Monate dauern.
Folge von Trumps neuer Verteidigungspolitik
Die Umverteilung der Posten erfolgt vor dem Hintergrund eines von US-Präsident Donald Trump forcierten Wechsels bei der Verteidigungsstrategie: Die USA wollen ihre Truppenpräsenz in Europa möglicherweise senken und sich auf andere Bedrohungen wie China konzentrieren.
Die militärische Supermacht wird jedoch weiterhin eine zentrale Rolle spielen – die wichtigsten Nato-Kommandos in den Bereichen Luft, Land und See liegen weiter bei Washington. Auch der Posten des Oberbefehlshabers der alliierten Streitkräfte in Europa verbleibt bei den USA.
Zuletzt drohte der Konflikt um Grönland wegen Trumps Ansprüchen auf die Arktis-Insel zeitweise, die Nato zu spalten. Der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whittaker, betonte jedoch am Montag, dass der US-Präsident das westliche Militärbündnis stärken und nicht etwa »zerstören« wolle, indem er Europa zu mehr Engagement dränge. »Wir versuchen, die Nato zu stärken, nicht sie aufzulösen oder abzulehnen«, sagte Whittaker. Vielmehr bemühe sich Washington, die Nato »so funktionieren zu lassen, wie sie als Bündnis von 32 starken und fähigen Verbündeten gedacht war«.

vor 3 Stunden
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