Es gibt die nächste Veränderung in der Regierung von US-Präsident Donald Trump: Tulsi Gabbard tritt als Geheimdienstaufseherin zurück. Offenbar aus privaten Gründen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, jsp Aktualisiert am 22. Mai 2026, 19:49 Uhr
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt eingereicht. Der Grund ist eine Krebserkrankung ihres Mannes, wie Gabbard auf X mitteilte. Sie müsse sich aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um »voll und ganz« an seiner Seite zu sein. Sie sei dankbar für das Vertrauen, das US-Präsident Donald Trump ihr entgegengebracht habe. Bis Ende Juni will sie noch im Amt bleiben.
Trump äußerte auf seiner Onlineplattform Verständnis für Gabbards Entscheidung. Als Geheimdienstkoordinatorin habe sie »Unglaubliches« geleistet. Ihr Stellvertreter Aaron Lukas solle nach ihrem Ausscheiden vorerst Gabbards Nachfolge antreten.
In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Trump überlegt haben soll, Gabbard zu ersetzen. Demnach warf er ihr vor, im Iran-Krieg die Position der Regierung nicht ausreichend zu unterstützen.
Als Geheimdienstkoordinatorin steht Gabbard an der Spitze der US-Nachrichtendienste und fungiert als Hauptberaterin des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten.
Gabbard war eine umstrittene Figur in der US-Politik. In der Vergangenheit hatte sie Sympathie für Russland bekundet, den inzwischen gestürzten syrischen Machthaber Baschar al-Assad getroffen und den Whistleblower und ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden unterstützt, der das Ausmaß weltweiter Überwachungsprogramme, insbesondere durch US-amerikanische Dienste, öffentlich gemacht hatte.

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