Er hat sich für die schmerzhafte Variante entschieden. Nein, Stephen Colbert sendet seine letzte Sendung nicht mit Piña Coladas live aus Florida oder dem Vatikan oder vom Mond, es gibt keine Einhörner, Tränen, pathetische Reden. Man hätte ihm all das zugetraut und es hätte vieles leichter gemacht. Aber Colbert betritt an diesem Abend die Bühne des Ed Sullivan Theater in New York, so wie er es die vergangenen elf Jahre in seiner Late Show tat: In Armani und mit sauber geschriebenem Stand-Up. Zum allerletzten Mal steht er auf der blauen Markierung, einer kleinen Flagge von South Carolina (um ihn immer dran zu erinnern, wo er herkommt), und sagt: »Willkommen, ich bin euer Host Stephen Colbert.« Und genau diese Worte, die routinierten, eingespielten, kleinen Sätze, die wie Säulen diese Institution von Late-Night-Show trugen, all das tut verdammt weh.

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