USA: Secret Service schießt bewaffneten Mann mitten in Washington an

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Noch keine zehn Tage ist es her, seit beim Korrespondenten-Dinner in Washington ein Mann überwältigt wurde, der bewaffnet eine Sicherheitskontrolle stürmen wollte und auf einen Polizisten schoss. Inzwischen wurde der Mann wegen versuchten Mordes an Donald Trump angeklagt.

Am Montag kam es nun erneut zu einem Zwischenfall. Wie am Abend bekannt wurde, hat der Secret Service am Nachmittag auf der nationalen Mall - der Grünfläche mit Denkmälern - südlich des Weißen Hauses in Washington D.C. einen Mann angeschossen und verwundet. Der Mann wurde mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Auch ein unbeteiligter 15-jähriger Jugendlicher wurde im Schusswechsel getroffen

Angeschossen wurde er in der Nähe des Washington Monuments, wo stets viele Touristen, Spaziergänger und Jogger unterwegs sind. Matthew Quinn, der stellvertretende Direktor des Secret Service, sagte an einer Medienkonferenz, Agenten in zivil und in Uniform, die regelmäßig in der Gegend des Weißen Hauses patrouillierten, hätten eine verdächtige Person entdeckt, die offenbar eine Schusswaffe getragen habe.

Als sich die uniformierten Agenten des Secret Service genähert hätten, sei der Mann davon gerannt und habe auf sie geschossen. Die Agenten hätten das Feuer erwidert und ihn festgenommen. Angeschossen wurde auch ein 15-jähriger Jugendlicher. Er wird laut den Behörden wegen einer nicht lebensbedrohlichen Schussverletzung behandelt. Die Ermittler gehen laut Quinn davon aus, dass der Junge vom bewaffneten Mann angeschossen wurde.

Was der Bewaffnete vorhatte, scheint unklar zu sein. „Ob es sich um eine Drohung gegen den Präsidenten handelte oder nicht, weiß ich nicht, aber wir werden es herausfinden“, sagte Quinn. Der Kongress wurde laut US-Medien aber darüber informiert, dass es keine Anzeichen für ein geplantes Attentat gebe. Auch sei Präsident Trump zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Das Weiße Haus wurde trotzdem vorübergehend abgeriegelt. Trump hielt zum Zeitpunkt des Vorfalls eine Veranstaltung im Weißen Haus ab. Die Reporter, die sich auf dem Rasen befanden, wurden angewiesen, sich in den Presseraum zu begeben. Nach dem Vorfall kam es zu Verkehrsbehinderungen. Soldaten der Nationalgarde, die immer noch in Washington patrouillieren, eilten in die Gegend.

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