US-Präsident Donald Trump soll Vertrauten verkündet haben, dass sein Berater Elon Musk sich bald von seinem Posten zurückziehen wird. Das berichten das US-Magazin »Politico« und der US-Sender ABC . Der Aktienkurs von Tesla, Musks Elektroauto-Konzern, stieg nach Veröffentlichung sofort an. Musks Agentur Doge soll den Regierungsapparat deutlich verschlanken, sein Vorgehen dabei ist höchst umstritten.
Aus dem Weißen Haus hieß es zu den Meldungen zu seinem Ausscheiden wenig später, Elon Musk werde gehen, wenn seine Arbeit bei Doge getan sein. Regierungssprecherin Karoline Leavitt schrieb auf X, die Enthüllung der Medien sei »Quatsch«. Musk hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert.
Musk hat aktuell eine Rolle als »spezieller Regierungsangestellter« inne. Ein solcher Posten ist auf 130 Tage begrenzt, die Frist würde Ende Mai ablaufen.
Musk führt derzeit das Department of Government Efficiency (Doge). Doge war von Trump ins Leben gerufen und mit einem radikalen Umbau des Staatsapparats sowie dem Abbau von Personal und Kosten in den US-Bundesbehörden betraut worden. Angesichts ihres radikalen Vorgehens ist die Abteilung in den vergangenen Wochen massiv in die Kritik geraten.
Den Medienberichten zufolge sind Regierungsmitarbeiter teilweise von Musks unberechenbarer Art genervt. Sie betrachten den Multimilliardär und Tesla-Chef demnach zusehends als politische Belastung. Auch sein Image litt zuletzt. Musk mischte sich in den Wahlkampf zu einer Richterwahl in Wisconsin ein, investierte persönlich und über Lobbygruppen viel Geld. Die aggressive Einmischung verfehlte aber ihr Ziel, am Ende gewann die Kandidatin der Demokraten.
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Trump stellte Abschied in Aussicht
Trump hatte bereits zu Wochenbeginn auf Nachfrage eines Journalisten erklärt, dass Musk »irgendwann« zu seinen Unternehmen zurückkehren wollen würde. »Er muss ja auch eine große Firma leiten«, sagte Trump: »Irgendwann wird er zurückgehen. Er will es auch.« Trump betonte aber, er wolle Musk so lange behalten wie er könne.
Ein hochrangiger Verwaltungsbeamter sagte laut »Politico«, Musk werde wahrscheinlich eine informelle Rolle als Berater behalten und weiterhin gelegentlich auf dem Gelände des Weißen Hauses zu sehen sein. Ein anderer warnte dem Bericht zufolge, dass jeder, der glaube, Musk würde völlig aus Trumps Umfeld verschwinden, sich selbst etwas vormache.