Ungarn: Orbán will sein Abgeordnetenmandat nicht annehmen

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Wegen seiner Wahlniederlage hat Viktor Orbán erklärt, seinen Sitz im Parlament abzugeben. Der langjährige Regierungschef will Ungarns »nationales Lager neu organisieren«.

25. April 2026, 22:04 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

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 Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán.
Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán. © Sean Gallup/​Getty Images

Der scheidende ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán verzichtet auf seinen Sitz im künftigen Parlament. Er habe entschieden, sein Abgeordnetenmandat abzugeben, da er »derzeit« nicht im Parlament gebraucht werde, kündigte Orbán auf Facebook an. Vielmehr wolle er sich auf die »Neuorganisation des nationalen Lagers« in Ungarn konzentrieren.

Gleichzeitig sagte Orbán, er stehe weiter als Chef seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei bereit, wenn die Delegierten des Parteitags im Juni sich dafür aussprächen.

Seit 1990 sitzt der 62-Jährige im ungarischen Parlament. Das neu gewählte Parlament soll am 9. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. 

Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen hatte die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Péter Magyar eine Zweidrittelmehrheit errungen. Magyar löst damit den EU-kritischen und Putin-freundlichen Orbán nach 16 Jahren an der Macht ab.

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