Irankrieg: Trump sagt Gesandten-Reise ab und kritisiert »Konfusion« der Iraner

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Der US-Präsident hat die Reise seiner Gesandten nach Pakistan abgesagt. Es sei sinnlos, dort nur »herumzureden«, weil die iranische Führung in Machtkämpfe verstrickt sei.

25. April 2026, 20:34 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters,

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 US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus © Tasos Katopodis/​Getty Images

Im Ringen um ein Ende des Irankriegs sind neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nicht zustande gekommen. US-Präsident Donald Trump sagte kurzfristig eine geplante Reise der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ab. Es ergebe keinen Sinn, 18 Stunden nach Pakistan zu fliegen, um dort nur »sinnlos herumzureden«, sagte Trump dem US-Nachrichtensender Fox News. Kurz zuvor war der iranische Außenminister Abbas Araghtschi aus Islamabad abgereist.

Die USA hätten in dem Konflikt weiterhin »alle Karten« in der Hand, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform – und Iran keine einzige. Die iranischen Vertreter könnten, wenn sie mit den USA reden wollten, »jederzeit anrufen«. Dem Nachrichtenportal Axios sagte Trump mit Blick auf die derzeit geltende Waffenruhe mit dem Iran, die Absage der Reise bedeute nicht, dass die USA ihre Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen würden: »Nein, das bedeutet es nicht. Wir haben darüber noch nicht nachgedacht«, sagte Trump.

Auf seiner Plattform schrieb der US-Präsident, seine Vertreter hätten schon zu viel Zeit und Arbeit in die Gespräche mit dem Iran gesteckt. Zudem gebe es innerhalb der iranischen Führung »enorme interne Machtkämpfe und Verwirrung«. Niemand wisse, wer in Teheran das Sagen habe, »einschließlich sie selbst«.

Irans Außenminister Araghtschi bezeichnete ⁠seine zurückliegenden Gespräche in Pakistan derweil als »sehr fruchtbar«. Er habe einen tragfähigen Rahmen für ‌eine dauerhafte Beendigung des ‌Krieges vorgestellt, schrieb er auf X. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob ​die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinten. Die Regierung in Teheran schließt direkte Gespräche mit den USA ​aus. Einem iranischen Diplomaten zufolge wird das Land zudem keine Maximalforderungen akzeptieren.

Ursprünglich hatten Witkoff und Kushner an diesem Samstag zu neuen Gesprächen nach Islamabad reisen sollen, wo Araghtschi mehrstündige Gespräche mit pakistanischen Regierungsvertretern führte. Pakistan vermittelt in den Bemühungen um ein Ende des Krieges und hatte vor zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis geblieben waren.

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