Ukraine: Wolodymyr Selenskyj verspricht Demonstrierenden Entscheidungen bei der Armee

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Gespräch mit seiner Militärführung gesucht. Hintergrund ist der anhaltende Protest gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow.

»Natürlich höre ich, was die Leute sagen«, versicherte der Staatschef in einer Videoansprache. Dabei habe er auch »lange« mit Fedorow und ebenso mit Armeechef Olexandr Syrskyj gesprochen. »Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet«, versprach Selenskyj, ohne Details zu nennen. In ukrainischen Medien wurde über eine mögliche Entlassung des Armeechefs spekuliert.

Der beliebte Verteidigungsminister Fedorow war am Mittwoch im Rahmen einer Regierungsumbildung zurückgetreten. Am Samstag versammelten sich den dritten Tag in Folge zahlreiche Demonstranten in der Hauptstadt Kyjiw, um gegen Fedorows Ablösung zu protestieren. Zugleich forderten sie Syrskyjs Rücktritt.

In seiner ersten Reaktion auf die Proteste dankte Fedorow den Demonstrierenden. »Es gibt einen Dialog. Ich glaube, dass sich alles zum Guten wenden wird«, schrieb er im Onlinedienst Telegram.

Nach seinem Rückzug hatte Fedorow dem Armeechef Syrskyj vorgeworfen, seine Entlassung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben. Er kritisierte darüber hinaus langsame bürokratische Abläufe und mangelnde Flexibilität innerhalb der Streitkräfte. »In dieser Konstellation weiß ich persönlich nicht, wie der Krieg gewonnen werden kann«, so Fedorow.

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