Tesla gibt KI-Chatbot Grok für Fahrzeuge in Europa frei

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Tesla gibt den KI-Chatbot Grok für Fahrzeuge in mehreren europäischen Ländern frei. Mit Version 2026.2.6 der Fahrzeug-Software erhalten unter anderem Deutschland, Österreich und die Schweiz Zugriff auf den Chatbot. Bislang konnten europäische Fahrzeuge nur eine Spracherkennung im Fahrzeug nutzen, die zur Steuerung einiger Funktionen verwendet werden konnte. In den USA war Grok in Tesla-Fahrzeugen im Juli 2025 an den Start gegangen.

In einem X-Post wirbt Tesla damit, dass Grok Fragen anhand von Echtzeitinformationen beantworten kann. Zudem ist es mit der Beta-Version des Chatbots möglich, Navigationsbefehle hinzuzufügen oder eine bestehende Navigation zu bearbeiten. Sprachbefehle für andere Fahrzeugsteuerungen als die Navigation werden gegenwärtig nicht unterstützt. Funktionen wie Sitzheizung, Mediensteuerung oder Scheibenwischer sind damit also noch nicht steuerbar. Die vorherigen Sprachbefehle sind aber weiterhin nutzbar.

Nutzer können bei dem von xAI entwickelten Assistenten einige Einstellungen vornehmen. Dazu zählen die gewünschte Stimme und die Persönlichkeit. Die Auswahl reicht vom „Storyteller“ (Geschichtenerzähler) bis „Unhinged“ (Aus den Fugen geraten). Für die Nutzung von Grok in einem Tesla ist die sogenannte Premium-Konnektivität nötig, ein monatliches Abo von rund 10 Euro, mit dem erweiterte Mobilfunk-Funktionen bereitstehen. Alternativ kann auch eine WLAN-Verbindung verwendet werden, etwa per Smartphone-Tethering. Der Fahrzeughersteller betont, dass die Unterhaltungen für Tesla anonym seien und nicht mit dem Fahrzeug verknüpft werden.

Nach der Installation des Updates ist Grok als eigenständige App über den Launcher aufrufbar. Alternativ kann auch die Sprachsteuerungstaste am Lenkrad lange gedrückt werden.

Zu den Ländern, in denen Grok eingeführt wird, gehören Großbritannien, Irland, Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal und Spanien. Weitere Länder sollen laut Tesla folgen. Benötigt wird ein Fahrzeug mit AMD Ryzen-Prozessor. Dieser wird seit etwa Mitte 2021 in neuen Fahrzeugen eingebaut.

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(mki)

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