„Tatort“-Stopp bis 2028: Der MDR hat sein Konto überzogen

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Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) geht das Licht noch nicht ganz aus, aber es wird heruntergedimmt. Nach nur drei Jahren verabschiedet sich der Sender vom „Mittagsmagazin“ der ARD – aus Kostengründen. Die Produktion hatte der MDR Anfang 2024 vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, dem das Magazin zu teuer geworden war, übernommen und so getan, als stemme er das mit links. Doch sind die angeblich drei Millionen Euro, die das „MiMa“ jährlich kostet, für den MDR inzwischen zu viel. Nun soll der NDR übernehmen.

Die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags

Die Situation, sagt der MDR-Sprecher Michael Naumann, zwinge „zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang unserer Programmangebote auswirken werden“. Was dem Sender zu schaffe mache, sei die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Bis 2028, hatte MDR-Intendant Ralf Ludwig zum Jahreswechsel gesagt, müssten 160 Millionen Euro eingespart werden, im Wirtschaftsplan für 2026 sind weitere zehn Millionen Euro gesperrt worden. Drei Jahre lang werden keine neuen „Tatorte“ und „Polizeirufe“ mehr produziert, die Jugendwelle „MDR Sputnik“ wird von 2027 an nicht mehr über UKW gesendet.

Das teilte Intendant Ludwig dem Rundfunkrat des Senders am Montag mit, wiederum mit dem Verweis auf die von den Bundesländern zum 1. Januar 2025 nicht vollzogene Erhöhung des Rundfunkbeitrags, die ARD und ZDF zurzeit vor dem Bundesverfassungsgericht einklagen. Den Verweis, dass der Rundfunkbeitrag nicht hoch genug sei, hört man beim MDR andauernd. Die Wahrheit aber lautet: Der Sender hat über seine Verhältnisse gelebt.

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