Die Einschusslöcher sind heute noch zu sehen, ganz oben an der Decke des Plenarsaals im spanischen Parlament. Seit 45 Jahren hat man sie dort belassen, als Mahnung an die Zerbrechlichkeit der Demokratie. In die Decke geschossen hatte am 23. Februar 1981 ein gewisser Antonio Tejero. Am frühen Abend jenes Tages waren er, ein Oberstleutnant der Guardia Civil mit markantem Schnurrbart, und 200 weitere Zivilgardisten in das Abgeordnetenhaus gestürmt, um die Volksvertreter in Geiselhaft zu nehmen.
SpanienRettete der König wirklich die junge Demokratie?
26. Februar 2026, 13:19 Uhr Lesezeit: 4 Min.

1981 versuchten Offiziere, in Spanien die Macht zu übernehmen. Geheim gehaltene Akten aus jener Zeit beleuchten die Rolle des damaligen Monarchen Juan Carlos I. Jetzt hat die Regierung die letzten Dokumente freigegeben.
Von Patrick Illinger, Madrid













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