Spanien – Marokko: Tunnelsystem für mutmaßlichen Drogenschmuggel entdeckt

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Die spanische Polizei hat ein ausgeklügeltes Tunnelsystem entdeckt, durch das offenbar Drogen nach Europa geschmuggelt wurden. Wie das spanische Innenministerium mitteilte , verband das aus drei Ebenen bestehende und bis zu 19 Meter unter die Erde reichende Tunnelnetzwerk Marokko mit der spanischen Exklave Ceuta.

Die Tunnel sollen dem illegalen Transport von Haschisch nach Spanien und in weitere europäische Länder gedient haben. Es handele sich um ein »Labyrinth wie in einem Bergwerk«. Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste und der Straße von Gibraltar, gehört als spanische Exklave aber zur Europäischen Union.

Die Drogen sollen laut Ministerium wie in einer Mine über auf Schienen gesetzte Loren transportiert worden sein. Das Tunnelsystem sei hinter einem »riesigen, schallisolierten Kühlraum« versteckt gewesen, heißt es. Über Pumpen und akustische Isolierung wurde demnach sichergestellt, dass die gesamte Anlage von außen nicht bemerkbar gewesen sei.

Das Haschisch sei mittels eines Systems aus Kränen und Flaschenzügen in die Tiefe und wieder nach oben befördert worden. Auf der obersten Ebene habe sich ein Schacht zum Abstieg befunden, auf der zweiten ein Zwischenraum zur Lagerung der Drogenpakete und auf dem untersten Niveau ein gerader Tunnel, der nach Marokko führte.

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, gingen der Entdeckung des Tunnelnetzes mehr als ein Jahr andauernde Ermittlungen der Polizei voraus. Wegen der Ermittlungen wurden demnach bei mehreren Razzien insgesamt 27 Menschen festgenommen und mehr als 17 Tonnen Rauschgift beschlagnahmt. Zudem seien 1,4 Millionen Euro Bargeld und 17 Luxusautos gefunden worden.

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