Samsung-Mitarbeiter verzichten auf Streik und sollen 300.000 Euro bekommen – pro Kopf

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Mit der Einigung war am Mittwochabend ein 18-tägiger Streik abgewendet worden. Die noch ausstehende Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder zum Abkommen gilt ​als sicher. Die Bonuszahlung orientiert sich den Angaben zufolge an den Unternehmensgewinnen. Die genaue Bonushöhe stehe noch nicht fest, heißt es.

Samsung hat massive Gewinne im Zuge des KI-Booms eingefahren. Das Unternehmen profitiert dabei von der stark gestiegenen Nachfrage nach Computerchips. Aktuell wird von einem Jahresgewinn von 331 Billionen Won ausgegangen (umgerechnet 189 Milliarden Euro). Samsung hat in Südkorea rund 125.000 Angestellte. Der Konzern steht für 12,5 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.

Die Gewerkschaften hatten zunächst sieben Prozent mehr Lohn und höhere Zusatzzahlungen gefordert. Die Unternehmensführung wollte aber an einer leistungsabhängigen Vergütung festhalten. Bei Samsung wurde in der Konzerngeschichte erst einmal gestreikt: 2024 konnten die Gewerkschaften 6000 Beschäftigte mobilisieren.

Anleger reagierten mit Erleichterung auf die Tarifeinigung. Die Aktien des ​Konzerns stiegen an der Börse Seoul am Donnerstag um 8,5 Prozent und verzeichneten mit 299.500 Won den höchsten Schlusskurs der Firmengeschichte. Bei anderen ‌Werten griffen Investoren ebenfalls beherzt zu. Der südkoreanische Leitindex legte mit 8,5 Prozent so stark zu wie zuletzt vor zweieinhalb Monaten.

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