Mit Ebola-Virus infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden

vor 3 Stunden 2

Ein mit dem Ebolavirus infizierter Amerikaner soll US-Angaben zufolge in Deutschland behandelt werden. Der Mann habe in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet und am Wochenende Symptome entwickelt, erklärte  die Gesundheitsbehörde CDC. Am späten Sonntag sei er dann positiv getestet worden. Wegen der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrungen bei der Versorgung von Ebola-Patienten werde der Infizierte nach Deutschland verlegt – ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko.

Zur Nationalität der Kontaktpersonen wurden keine Angaben gemacht. Auch zum genauen Behandlungsort in Deutschland gab es keine Informationen. »Wir möchten unseren deutschen Kollegen sowie den Gesundheitsministerien der Demokratischen Republik Kongo und Ugandas danken, die an der Ermöglichung dieser Maßnahme beteiligt waren«, hieß es von der CDC.

Laut US-Medien handelt es sich bei dem Infizierten um einen Arzt. Die christliche Missionsorganisation Serge teilte am Montag mit , dass sich einer ihrer medizinischen Missionare während seiner Arbeit in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe. Der US-amerikanische Mediziner habe seit 2023 im Nyankunde Hospital gearbeitet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dort verbreitet sich derzeit der seltene Virustyp Bundibugyo, für den es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch.

Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet. Er dürfte größer und weiter verbreitet sein, als die offiziellen Zahlen nahelegen.

Gesamten Artikel lesen