S-Neo: Sparkassen kontern Neobrokern

vor 4 Stunden 1

Die Sparkassen haben mit S-Neo ein kostenloses Wertpapier-Depot in die Sparkassen-App verfrachtet. Es soll Investitionen in Wertpapiere, Fonds und ETFs einfach ermöglichen.

S-Neo stellt vor allem auf die einfache Nutzung ab. Wer interessiert ist, Aktien zu handeln oder in Fonds und ETFs zu investieren, muss dafür kein neues Konto etwa bei einem sogenannten Neobroker eröffnen. S-Neo lässt sich mit wenigen Schritten in der App aktivieren – der Marsch in eine Sparkassen-Filiale bleibt Interessenten damit erspart. Auch müssen diese kein zusätzliches Verrechnungskonto dafür eröffnen.

Zudem haben Sparkassenkunden damit alles auf einen Blick in der Übersicht: Girokonto, Depots und Wertpapiere. Beim Kauf belastet das System das Sparkassenkonto in der App, beim Verkauf landen die Erlöse auch direkt darauf. Damit scheint das System tatsächlich äußerst einfach zu nutzen zu sein. Neben dem Kauf und Verkauf von ETFs, Fonds oder Aktien lassen sich damit auch Sparpläne mit ETFs oder Fonds anlegen.

Das S-Neo-Depot kommt mit kostenloser Depotführung. Die Preise für Wertpapier-Orders, ETF- oder Fondshandel fangen bei 0,95 Euro je Handel an. Ebenso sind pro Ausführung bei Sparplänen mindestens 0,95 Euro fällig. Mindestbeträge für Sparpläne legen die einzelnen Sparkassen individuell fest.

Um S-Neo nutzen zu können, müssen Kunden ein Girokonto bei einer Sparkasse haben und die Sparkassen-App nutzen. Nur dort können sie das S-Neo-Depot eröffnen und nutzen. Zudem ist ein aktiver Online-Banking-Zugang erforderlich, mit einem Freigabeverfahren wie S-pushTAN. Interessierte müssen zudem volljährig sein.

„S-Neo verbindet die einfache Nutzung eines Neobrokers mit der gewohnten Sparkassen-Umgebung“, versprechen die Sparkassen. Nicht alle Sparkassen machen jedoch bei dem S-Neo-Angebot mit. Daher pflegen die Sparkassen eine Liste der teilnehmenden Geldinstitute. Am Ende der Vorstellungsseite erörtern die Sparkassen noch Chancen und Risiken. Insbesondere sollten Interessierte abwägen, dass bei derartigen Investments Verluste bis zum Totalverlust anfallen können.

(dmk)

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