Bei iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien sind nach Angaben des Pentagon zwei US-Soldaten getötet worden. Ein weiterer Militärangehöriger werde vermisst, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Das Regionalkommando Centcom erklärte, vier US-Soldaten seien zudem verletzt worden, als sich die US-Armee und verbündete Truppen in Jordanien »gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten«.
Die offiziell bekannte Zahl der im Irankrieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16. Die USA und Iran hatten sich Mitte Juni eigentlich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte.
Zuletzt war der Krieg zwischen den USA und Iran wieder eskaliert. Die USA haben Iran von Freitag auf Samstag die siebte Nacht in Folge mit einer Angriffswelle überzogen. Laut iranischen Staatsmedien wurden dabei in der südlichen Provinz Hormusgan drei Menschen getötet. Iran attackierte seinerseits erneut Ziele in mehreren Golfstaaten: Irans Revolutionswächter reklamierten Angriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien als Vergeltung. Auch in den Tagen zuvor meldete Jordanien, das einen US-Stützpunkt beherbergt, bereits Beschuss aus Iran.
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Rahmenabkommen für ausgesetzt erklärt
In einer Erklärung drohte die Führung Irans zudem mit einer weiteren Eskalation des Kriegs. Iran werde »unvergessliche Lektionen« erteilen, hieß es in der Mitteilung des obersten Führers Mojtaba Khamenei. Der »große Satan« habe »erneut sein wahres, unmaskiertes Gesicht gezeigt, damit diese dunkle Erfahrung von Verbrechen und Vertragsbruch zu einem weiteren festen Beleg für die Verlogenheit, Unvernunft, Unzuverlässigkeit und Niederträchtigkeit der Vereinigten Staaten wird.« Die Verstöße der USA gegen das mit Teheran vereinbarte Rahmenabkommen hätten »einmal mehr allen die Wertlosigkeit der Unterschrift des amerikanischen Präsidenten vor Augen geführt«.
Khameneis Erklärung wurde im Staatsfernsehen verbreitet, allerdings nicht von Khamenei selbst. Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Khamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten.
Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi hatte das Rahmenabkommen zuvor für ausgesetzt erklärt. Die Amerikaner hätten mit ihren »aggressiven Maßnahmen« gegen Verpflichtungen aus der Absichtserklärung verstoßen. Das sei der Grund gewesen, warum auch Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt.
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Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe, die allerdings auch vor der jüngsten Eskalation mehrfach gebrochen wurde. Trump erklärte diese Waffenruhe vergangene Woche für beendet.

vor 3 Stunden
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