Russland-Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt neue Gespräche mit USA und Russland für 4. Februar an

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt.

»Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi«, teilte er bei Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten.

Offen ist, ob die Russen die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine solange aussetzen werden.

Trilaterale Gespräche – also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern – hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben.

»Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt«, teilte Selenskyj mit.

Ukrainer und Russen hatten für diesen Sonntag angekündigt, in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufzunehmen. Es war unklar, ob es dort zu einem Treffen kam.

Russland hatte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit erklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden bis zu den für heute geplanten Verhandlungen von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Unklar ist, ob dies nun auch bis zum Mittwoch gilt.

Die Luftangriffe auf die Ukraine hat Russland allerdings auch in den vergangenen Tagen weiter fortgesetzt, diese aber nicht mehr auf die Energieinfrastruktur konzentriert. In der Nacht zum Sonntag sind nach ukrainischen Behördenangaben dabei mindestens zwei Menschen getötet worden.

Treffen zwischen Kreml-Unterhändler und Steve Witkoff in Miami

Am Sonntag getroffen haben sich der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew und eine US-Delegation – in Miami. Es habe ein konstruktives Treffen mit der US-Delegation gegeben, teilte Dmitrijew bei X nach dem Treffen mit. Er habe auch produktive Gespräche geführt mit einer Arbeitsgruppe zu den amerikanisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Er traf mit dem US-Sondergesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, zusammen.

Auch Witkoff zufolge haben produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Rahmen des Vermittlungsversuchs der USA zur Lösung des Ukrainekrieg stattgefunden. Man sei durch das Treffen bestärkt in der Ansicht, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.

Russland verlangt vor einem Kriegsende unter anderem, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass – dieser umfasst die Gebiete Luhansk und Donezk – zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.

Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

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