Russische Schattenflotte: »Haben Sie hier jemanden von Russland sprechen hören?«

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In Hongkong steht ein chinesischer Kapitän vor Gericht, dessen Schiff Leitungen in der Ostsee zerstört haben soll. Manches erinnert an den Anschlag am Flughafen Leipzig.

12. August 2026, 20:17 Uhr

 die »Newnew Polar Bear«. Früher fuhr sie unter dem Namen »Baltic Fulmar«.
Das Schiff, um das es geht: die »Newnew Polar Bear«. Früher fuhr sie unter dem Namen »Baltic Fulmar«. © Avalon/​imago images

Viel weiß man über diesen Wan Wenguo auch nach seiner achten Anhörung nicht. Er ist, als im Mai vergangenen Jahres sein Prozess beginnt, 43 Jahre alt. Er ist Chinese, verheiratet, Frachtkapitän. Er spricht Mandarin, eine Dolmetscherin übersetzt für ihn die Amtssprachen des Osthongkonger Magistratsgerichts: Kantonesisch und Englisch. Er wirkt meist ruhig und gefasst, und wenn er den kleinen Glaskäfig betritt, der für Angeklagte in Untersuchungshaft vorgesehen ist, trägt er stets denselben beigen Trenchcoat.

Wan Wenguos Prozess ist nicht abgeschlossen, aber es lohnt, dieser Tage an ihn zu erinnern. Weil er vage mit einem anderen Fall in Verbindung stehen könnte: dem versuchten Terroranschlag am Leipziger Flughafen. Hier wie da sind die Zusammenhänge unklar, aber manches deutet darauf hin, dass im Hintergrund Russland verantwortlich ist. Und dass beide Fälle das gleiche Ziel anvisierten: eine Verunsicherung Europas.

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