Etwa drei Viertel der Deutschen lehnt die von der Regierung geplante Abschaffung der vorgezogenen Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab. In dem am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ von RTL und ntv äußerten 74 Prozent diese Auffassung. Lediglich 22 Prozent wollen auf die sogenannte „Rente mit 63“ verzichten.
Besonders stark ist die Ablehnung der Regierungspläne demnach bei den jüngeren Altersgruppen. Von den 18- bis 29-Jährigen wollen laut der Umfrage des Instituts Forsa 79 Prozent an der abschlagsfreien Rente ab 45 Versicherungsjahren festhalten, von den 30- bis 44-Jährigen sind es 78 Prozent.
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Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zufrieden – ein neuer Tiefstwert
Die Abschaffung der „Rente mit 63“ wurde durch die von der Regierung eingesetzten Reformkommission für die gesetzliche Rentenversicherung empfohlen, die Bundesregierung will dies übernehmen. Die vorgezogene Altersrente ab 45 Beitragsjahren konnte ursprünglich ab einem Alter von 63 Jahren in Anspruch genommen werden. Das Mindestalter steigt aber schrittweise auf 65 Jahre an, derzeit sind es etwa 64,5 Jahre.
AfD sieben Prozent vor der Union
Unverändert blieben in der Umfrage die Werte der Parteien: Die AfD führt mit 28 Prozent vor der CDU/CSU mit 21 Prozent und den Grünen mit 16 Prozent. Es folgen die SPD und die Linkspartei gleichauf mit jeweils zwölf Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben klar unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Allerdings bezeichneten sich 30 Prozent der Befragten als unentschlossen.
Die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fiel auf einen neuen Tiefstwert von 13 Prozent (minus ein Prozentpunkt). 85 Prozent äußerten sich unzufrieden. Auch von den Anhängerinnen und Anhängern der CDU/CSU sind demnach 54 Prozent unzufrieden mit Merz.
Das Institut Forsa befragte vom 4. bis 10. August zur sogenannten Sonntagsfrage und zu Merz 2503 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit plus/minus 2,5 Prozentpunkte angegeben. Zur „Rente mit 63“ wurden vom 7. bis 10. August 1005 Wahlberechtigte befragt. (AFP)

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