Rostock – Fall Fabian vor Gericht: Oma sagt im Mordprozess gegen Angeklagte Gina H. aus

vor 2 Stunden 1

Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.

Die Frau kann offenbar schlecht laufen, auf dem Weg zum Zeugenstuhl wird sie von ihrer Tochter gestützt. Monika R. trägt Clogs an den Füßen und einen langen, braunen Rock. Unter ihrer schwarzen Kapuzenjacke ist sie mit einem grauen T-Shirt bekleidet. Darauf die Aufschrift: »Don´t worry beer happy«. Als mache Bier glücklich, so liest sich das.

Es ist der Beginn eines denkwürdigen Auftritts an diesem Donnerstag in Saal 2.002 des Landgerichts Rostock. Und wäre der Hintergrund nicht so ernst, man könnte den Auftritt womöglich als unterhaltsame Groteske abtun. Aber es geht um Mord, um den Mord an einem achtjährigen Jungen. An Fabian.

Monika R. ist seine Großmutter, 62, Rentnerin. Vor Gericht scheint sie bemüht, möglichst wenig zu sagen. Das ist das Verblüffende.

Der Vorsitzende Richter Holger Schütt fragt sie nach ihrem Enkel. »Was war er für ein Junge?« »Sehr freundlich und alles«, antwortet die Zeugin. Und dass er gerne Trecker gefahren sei. So geht es los.

Eine grausame Tat

Am 10. Oktober 2025 war Fabian alleine zu Hause. Zusammen mit seiner Mutter lebte er in einer Wohnung in Güstrow im Landkreis Rostock. Die Eltern waren getrennt. Als die Mutter von der Arbeit nach Hause kam, war der Junge verschwunden. Am 14. Oktober wurde seine Leiche an einem abgelegenen Tümpel nahe Klein Upahl entdeckt, einem kleinen Ort in der Umgebung.

Ausgerechnet Gina H., die On-Off-Partnerin von Fabians Vater Matthias R., will den Jungen an jenem Tag zufällig entdeckt haben. Doch die Staatsanwaltschaft glaubt ihr nicht. Sie hält Gina H. für eine Mörderin. Mit mindestens sechs Messerstichen soll die 30-Jährige das Kind getötet haben. Hinterher soll sie mit Grillanzündern versucht haben, die Leiche zu verbrennen.

Seit Ende April muss sich Gina H. vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer heimtückischen Tat aus niedrigen Beweggründen aus. Die Ermittler sind davon überzeugt, dass die junge Frau tötete, um Matthias R. zurückzugewinnen, nachdem sich beide getrennt hatten. Und um ihn fortan mit niemandem mehr teilen zu müssen. Gina H. bestreitet die Tat.

Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+

Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login

SPIEGEL plus

Nur für Neukunden

€ 1,– für 4 Wochen danach € 5,99 pro Woche

Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App

Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter

Jederzeit kündigen

SPIEGEL plus

52 Wochen 25 % sparen

€ 4,49 pro Woche für 52 Wochen danach € 5,99 pro Woche

Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App

Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter

52 Wochen rabattierte Laufzeit

Sie haben bereits ein Print-Abo? Hier rabattiert Digital-Zugang bestellen

Jetzt Artikel freischalten:

Sie haben bereits ein Digital-Abo?

Monatsabo Preis wird geladen...

Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de

Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper

Jederzeit kündbar

Jahresabo Preis wird geladen

Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de

Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper

Jederzeit kündbar

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit ¤ ein Jahr zum Preis von zurzeit ¤. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Gesamten Artikel lesen