Podcast „wenn sie wüssten“: RND gesteht Fehler im Umgang mit Döpfner-Zitaten ein

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In Folge zwei des RND-Podcasts „Wenn Sie wüssten...“ wollen RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck, die Journalistin Kristina Dunz und der Dokumentarfilmer Stephan Lamby zu Beginn gleich einmal einen „Elefanten“ aus dem Weg räumen. Der Elefant heißt Mathias Döpfner. Über diesen hatte es in der Auftaktfolge des RND-Podcasts in Berufung auf voneinander unabhängige Quellen aus dem „engen Umfeld“ geheißen, er habe sich zweimal mit Friedrich Merz getroffen (einmal vor, einmal nach Übernahme des Amts des Bundeskanzlers), um ihn zur Zusammenarbeit mit der AfD zu bewegen. Dabei wurden auch wörtliche Zitate angegeben.

Springer hatte das scharf dementiert: „Die Unterstellung“, Mathias Döpfner habe den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt, sei „eine glatte Lüge“. Der Inhalt des „frei erfundenen“ Gespräches kursierte demnach laut Springer bereits im November 2025 in Berliner Journalistenkreisen.

Auch die Bundesregierung sprach laut „Spiegel“ in Person von Vizeregierungssprecher Sebastian Hille auf der Bundespressekonferenz von „absurden Gerüchten“. Daraufhin räumte Eva Quadbeck in einer „Klarstellung in eigener Sache“ ein, „ein Gespräch zwischen Döpfner und Merz zeitlich falsch zugeordnet“ zu haben. Quadbeck blieb jedoch bei der Behauptung, es habe einen weiteren „Versuch der Einflussnahme von Döpfner auf die Union gegeben, sie zur AfD zu öffnen“. Darauf werde man in der kommenden Podcast-Folge eingehen.

In dieser erklärt nun Stephan Lamby nach zwei Minuten, „bei der Darstellung der Versuche der Einflussnahme sind wir übers Ziel hinausgeschossen“. Er habe die erwähnten Zitate aus Quellen erhalten, die, wie er heute wisse, „nicht solide sind“. Zwar passten die Zitate zu den Rechercheergebnissen, Lamby hätte sich jedoch nicht darauf verlassen dürfen. Der Verdacht, „Merz und Döpfner hätten sich wörtlich so geäußert, wie im Podcast gesendet“, hätte nicht verbreitet werden dürfen. Das betreffe auch eine Äußerung, aufgrund derer man gemutmaßt habe, Döpfner habe Merz bedroht. Man bedauere diesen Fehler und bitte die Hörerinnen und Hörer „um Entschuldigung“.

An einem Teil ihrer Rechercheergebnisse wollen die drei Podcaster vom RND allerdings festhalten, denn die Bundesregierung habe den Journalisten am Freitag bestätigt, „dass sich Merz und Döpfner im Frühjahr getroffen haben“ – und dass, obwohl die Bundesregierung das Treffen zunächst als „absurdes Gerücht“ abgetan hatte.

Überdies liege dem RND-Team laut Lamby eine „schriftliche Bestätigung“ vor, dass Döpfner und Merz sich vor dessen Kanzlerschaft getroffen hätten. Welcher Art diese „schriftliche Bestätigung“ ist, erklärt Lamby nicht. Aus „Unionskreisen“ habe man zudem gehört, der Dissens zwischen Döpfner und Merz sei „nicht ausgeräumt“. Der Verdacht bleibe also bestehen, und das sei auch „ohne die erwähnten Zitate berichtenswert gewesen“. Nun würden leider „viele Menschen über diesen Fehler“ diskutieren, „die Sache selbst“ komme „allerdings zu kurz“.

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