Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori hat die Präsidentenwahl gewonnen. Die Tochter von Ex-Präsident Alberto Fujimori besiegte ihren linken Rivalen Roberto Sánchez knapp.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, bam 29. Juni 2026, 23:38 Uhr
Nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru hat die Wahlbehörde die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori zur Siegerin erklärt. Wie die Behörde mitteilte, setzte sich Fujimori mit 50,13 Prozent gegen ihren linksgerichteten Rivalen Roberto Sánchez mit 49,86 Prozent durch. Die Stichwahl am 7. Juni gewann sie nach Angaben der Wahlbehörde mit einem Vorsprung von weniger als 50.000 Stimmen.
Keiko Fujimori trat bereits zum vierten Mal in Folge bei einer Präsidentschaftswahl an. Sie hatte für den Fall eines Wahlsiegs ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt. Die 51-Jährige ist Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 autokratisch regierte und die Politik seiner Tochter bis heute prägt. Der Ex-Präsident wurde wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und saß 16 Jahre im Gefängnis. Er starb 2024.
Gespaltenes Peru
Sánchez, der zum ersten Mal kandidierte, trat für die Rechte der Landbevölkerung ein und forderte eine Reform von Polizei und Justiz. Unterstützt wurde der 57-jährige Abgeordnete von Anhängern des linken Ex-Präsidenten Pedro Castillo, der wegen eines versuchten Putsches im Gefängnis sitzt.
Der Wahlkampf um die Präsidentschaft war geprägt von Gewalt und Wut auf die politisch Verantwortlichen im Land. Viele Wählerinnen und Wähler machen sie für die seit Jahren herrschende Instabilität im Land verantwortlich.

vor 2 Stunden
1










English (US) ·