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Diese Medaillenentscheidungen bringt der zwölfte Olympia-Tag
13.45 Uhr: Nordische Kombination, 10 km Langlauf (Männer)
14.30 Uhr: Biathlon, 4x7,5 km Staffel (Männer)
16.28 Uhr: Eisschnelllauf, Team-Verfolgung (Männer)
16.47 Uhr: Eisschnelllauf, Team-Verfolgung (Frauen)
20.17 Uhr: Ski Freestyle, Big-Air (Männer)
21.03 Uhr: Bob, Zweier (Männer)
Wird Jürgen Klopp zum Glücksbringer?
Um 14.30 Uhr geht es im Biathlon-Stadion von Antholz mit der Staffel der Männer weiter. Hier hat es den ganzen Tag geschneit, es wird also in besonderem Maße auf gutes Material ankommen. Die deutsche Staffel gehört nach den Leistungen dieser Saison nicht zum Favoritenkreis.
Justus Strelow beginnt als Startläufer, er wird an David Zobel übergeben. Als dritter Athlet wird Philipp Nawrath auf die Strecke gehen, er gewann gemeinsam mit Strelow sowie Vanessa Voigt und Franziska Preuß in der Mixed-Staffel die bisher einzige Medaille für das deutsche Biathlon-Team in Antholz. Philipp Horn ist der Schlussläufer, dann wollen die Deutschen noch im Kampf um die Medaillen dabei sein.
Prominente Olympia-Zuschauer werden immer wieder entdeckt, heute wird Jürgen Klopp an der Strecke sein. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und des FC Liverpool war bereits im deutschen Haus in Cortina, nun erlebt er erstmals ein Biathlonrennen vor Ort.
Ein Blick auf die Weltcuprennen dieser Saison zeigt eindrucksvoll, wer unter normalen Bedingungen um die Goldmedaille laufen und schießen wird. Es gab bisher vier Staffeln, in drei dieser Rennen standen Norwegen, Frankreich und Schweden auf dem Podium. Einzig in Ruhpolding verdrängte das deutsche Team die Schweden vom dritten Platz. Hier in Antholz haben vor allem die Norweger und die Franzosen ihre herausragende Form bestätigt.
Die deutschen Kombinierer pumpen und keuchen im Zieleinlauf: Vinzenz Geiger beendet diesen Wettbewerb auf dem neunten Platz, Johannes Rydzek auf dem zehnten. Julian Schmid ist Zwölfter geworden.
Gold für Jens Luraas Oftebro in der Nordischen Kombination
Der Norweger reißt aus und ist nicht einzuholen; einsam überquert er die Ziellinie, 5,9 Sekunden Vorsprung sind das am Ende. Österreichs Johannes Lampater gewinnt Silber, Ilkka Herola Bronze.
Der letzte Kilometer, und plötzlich verschärft Oftebro das Tempo, wo nimmt der diese Luft her?
Aus dem Vierkampf wurde ein Dreikampf an der Spitze: Herola aus Finnland vor Lamparter aus Österreich und dem Norweger Jens Luraas Oftebro.
Der Finne Herola sieht aktuell nicht mehr so aus, als habe er Spaß, er kämpft und keucht, und das erfolgreich: Herola setzt sich direkt vor Lamparter an die Spitze. 2,5 Kilometer noch.
Die Kombinierer rasen ein kurzes Stück bergab, das ist einer der seltenen Momente, in denen es so aussieht, als machte das Spaß, was sie da treiben.
Vinzenz Geiger hat sich derweil auf den elften Rang verbessert. Er ist dem Führenden nach dem Springen auf den Fersen, Ryota Yamamoto. Gut vier Kilometer sind noch zu laufen.
Die Hälfte des Rennens ist geschafft, und ganz vorne haben sich vier Kombinierer abgesetzt: Lamparter, Ofterbro, Skoglund und der Finne Ilkka Herola. Sie dürften die Medaillen unter sich ausmachen.
Wer auf eine magische Aufholjagd der deutschen Kombinierer gewartet hat, muss mindestens weiter warten oder einfach aufgeben. Das deutsche Trio hat einige wenige Sekunden auf Lamparter gutgemacht. Es müssten aber gut 1:20 Minuten werden.
Lamparters Vorsprung schrumpft. Die Norweger Andreas Skoglund und Jens Luraas Ofterbro sind ihm auf den Versen, etwa zwölf Sekunden fehlen ihnen auf den führenden Österreicher.
Nach 2,5 Kilometern von insgesamt 10 liegt Lamparter mit 18,2 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger in Führung.
Die Kombinierer starten in die Loipe
Soeben hat das Langlaufrennen über zehn Kilometer begonnen. Die geringen deutschen Medaillenchancen haben wir bereits thematisiert. Die haben dafür Österreichs Johannes Lamparter, Ryōta Yamamoto aus Japan oder der Norweger Jens Luraas Ofterbro.
Bislang ist das der sicherste Auftritt der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei diesen Spielen. Nach dem zweiten Drittel führt das Team 3:1 gegen Frankreich und ist auf dem Weg Richtung Viertelfinale. Aber: Würde Deutschland seine Chancen effektiver nutzen, hätte es hier schon eine Vorentscheidung geben können. Trifft Frankreich im letzten Drittel zum Anschluss, könnte es noch mal spannend werden.
Die deutschen Kombinierer bräuchten ein Wunder
Herzlich willkommen aus Tesero! Nach dem kurzen Schneefall gestern, der die deutschen Skispringer so ärgerte, scheint heute wieder die Sonne, es ist bestes Wintersportwetter.
Die Stimmung bei den Nordischen Kombinierern aus Deutschland ist dennoch bescheiden, das Springen am Vormittag verlief katastrophal. Johannes Rydzek, Julian Schmid und Vinzenz Geiger belegten die Plätze 15, 16 und 18.
Das heißt, sie gehen alle mit mehr als 1:20 Minuten Rückstand auf den Führenden Ryōta Yamamoto ins 10-Kilometer-Rennen in der Langlauf-Loipe. Los geht es um 13.45 Uhr.
Das ist viel, auch wenn die drei deutschen Starter den Vorteil haben, dass sie in der Loipe ein Team bilden könnten, um einander zu unterstützen.
An einen Angriff auf die Spitze glaubt aber niemand mehr so richtig. »Wir sind einfach zu weit zurück, da muss man nichts schönreden«, sagte Geiger, der Olympiasieger von der Normalschanze von den Spielen in Peking. Es drohen die ersten Olympischen Spiele ohne Einzelmedaille der Kombinierer seit 2010.
Grund zum Jubeln könnte dagegen der Österreicher Johannes Lamparter. Der Österreicher führt den Gesamtweltcup an, ich glaube, er holt sich heute seinen ersten Olympiasieg.
Im Eishockey-Parallelspiel führt übrigens die Schweiz gegen Italien 2:0 und ist dabei hochüberlegen. 18:2 lautet das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel. Sollte es so bleiben, würden die Schweizer im Viertelfinale auf Finnland treffen.
Deutschlands Eishockeystars auf dem Weg Richtung Viertelfinale
Frederik Tiffels erhöht auf 2:0! Der Flügelstürmer erkämpft sich den Puck im Angriffspressing im Drittel der Franzosen. Von links zieht er ans Tor und knallt den Puck über die Schulter des Goalies ins Netz. Deutschland baut die Führung aus und ist auf dem besten Weg Richtung Viertelfinale.
Deutschlands Eishockeystars spielen um Viertelfinaleinzug
Die deutschen Eishockeystars um Leon Draisaitl spielen ab 12.10 Uhr gegen Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale. Die Chancen stehen gut, Deutschland ist mit seinem starbesetzten Team der Favorit, Frankreich nur Außenseiter.
Die Vorrunde lief für das deutsche Team allerdings durchwachsen, nach dem 3:1-Sieg gegen Dänemark folgten Niederlagen gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5). Laut Ex-NHL-Profi Dominik Kahun kam es in der Mannschaft zu einer großen Aussprache. »Wir haben es nach dem Spiel mit ein paar Jungs gemacht, das ist auch sehr wichtig. Und wir werden es heute auch noch als ganze Mannschaft machen«, sagte Kahun am Montag. Was die Aussprache gebracht hat? Das sehen wir dann vielleicht gleich im Spiel.
Slopestyle-Finale wegen starken Schneefalls verschoben
Das für den frühen Dienstagnachmittag angesetzte olympische Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen, für das sich auch die deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte, ist wegen der schlechten Wetterbedingungen in Livigno verschoben worden. Aufgrund des starken Schneefalls war es nicht möglich, die Piste zu präparieren, die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für eine Verlegung des Wettkampfes. Eigentlich hätte er gleich um 13 Uhr starten sollen. Wann das Finale nachgeholt wird, steht aktuell noch nicht fest.
Tschechien, bisher mit sechs Niederlagen aus sechs Partien und 25:47 Punkten, schlägt Deutschland. Das ist schon eine sehr große Überraschung. Das Halbfinale ist für Deutschlands Curling-Männer damit ganz weit weg, und damit auch die Chance auf eine Medaille.
Die Ausgangslage vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen die bislang ungeschlagene Schweiz am Abend (19.05 Uhr) und gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sich dramatisch verschlechtert. Selbst zwei Siege reichen möglicherweise nicht fürs Halbfinale.
Im TV-Bild sieht man Skip Muskatewitz, wie er sich mit der Hand über die Stirn fährt, sein eigener Stein kam zuvor einmal mehr zu kurz, und nun muss er zuschauen und hoffen, dass Tschechien im letzten Versuch ein Fehler unterläuft. Aber das passiert nicht. 7:9 heißt es aus deutscher Sicht, diese Partie ist verloren.
Hase/Volodin vermissen ihre Maskottchen
Ihre Bronzemedaillen trugen Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin auch am Morgen nach dem dritten Platz im Paarlauf noch um den Hals, ein anderes hart verdientes Mitbringsel vermissen die deutschen Eiskunstläufer dagegen schmerzlich.
Die Maskottchen, die sie bei der Siegerehrung erhalten hatten, gingen im Trubel verloren. »Wir waren auf dem Podium, haben dann noch Fotos gemacht. Ich habe die Maskottchen an die Bande gelegt und dann war irgendwie alles so hektisch«, sagte Hase: »Wir wurden vom Eis runtergeholt, weil wir zu den Medien gehen sollten. Irgendwie haben wir sie nicht mitgenommen, das Team hat sie auch nicht mehr gefunden.«
Hermelin Tina, ein Großes Wiesel mit weißem Fell, ist das Maskottchen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. »Ehrlich gesagt war das mit das Schönste an der Medaille, dass ich wusste, ich habe die besonderen Maskottchen bekommen. Die bekommt man ja hier im Dorf nicht mehr«, sagte Hase: »Ich hoffe, dass wir die irgendwie noch finden oder einen Ersatz bekommen. Das würde ich schon sehr gern mit nach Hause nehmen.«
Mit einem einzigen Stoß vertreibt der tschechische Skip Lukáš Klima gleich drei deutsche Steine, kurz darauf gerät Muskatewitz ein eigener Versuch zu weit, der Blick geht runter aufs Eis, er wirkt frustriert.
Ein wichtiger Stein, ein exzellenter Stein: Deutschland schiebt den roten, tschechischen Stein aus dem Haus und platziert gleichzeitig den eigenen, gelben darin. Und als das Skip Muskatewitz kurz darauf gleich noch einmal gelingt, sieht es so aus, als würde Deutschland diese Partie noch einmal drehen. Bis der vorletzte Stein zu ungenau gleitet, das deutsche Team stößt statt des tschechischen Steins einen eigenen aus dem Haus. Vor dem finalen Stoß liegt mittig ein einziger roter Stein. Er muss raus, viel Druck für die deutschen Curler, aber: Sie schaffen es, sie verdrängen ihn und bleiben damit im Spiel, 7:6 heißt es vor dem zehnten End.
5:2 lautete die deutsche Führung, nun ist sie dahin: Nach dem aus deutscher Sicht schlimmen siebten End unterläuft den Curlern auch im achten ein Fehler zu viel, und so stiehlt Tschechien ihnen einen Punkt, aus dem 5:2 wurde ein 5:6. Eine Niederlage wäre eine Überraschung, aber jetzt bahnt sie sich an.
Ein wichtiges End war dieses siebte, und es lief nicht gut für die deutsche Curling-Auswahl. Unbeabsichtigt verbaut sie sich den Weg und muss hinnehmen, dass Tschechien mit Skip Lukáš Klima gleich dreifach punktet. Und damit steht es nun 5:5. Zur Einordnung: Tschechiens Resultate bei diesen Winterspielen lauten bislang 7:8, 3:7, 4:7, 4:7, 5:10, 2:8.
Deutschland läuft in der Nordischen Kombination nur hinterher
Alle Kombinierer sind an der Großschanze durch. Und die deutschen Medaillenchancen haben sich beinahe in Luft aufgelöst. Der Japaner Ryoto Yamamoto wird als Führender in den Ski Langlauf über zehn Kilometer gehen, dahinter folgen mit acht und 16 Sekunden Abstand Johannes Lamparter aus Österreich und Andreas Skoglund aus Norwegen. Johannes Rydzek, Julian Schmid und Vinzenz Geiger starten mit mehr als 1:20 Minuten Rückstand auf die Spitze. Das ist kaum aufzuholen, wenn man um Medaillen kämpfen möcnhte.
»Das ist sehr, sehr bitter«, sagte Vinzenz Geiger in der ARD: »Es war einfach nicht gut genug«. Und Johannes Rydzek erklärte: »Es ist schade.« Im Langlauf werde man aber noch angreifen und versuchen, ein gutes Rennen für sich zu machen. Und Julian Schmid äußerte sich genervt: »Die anderen schaffen es, ich nicht.«
Preuß überraschend nicht Schlussläuferin der deutschen Biathlon-Staffel
Das kommt unerwartet: Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß ist nicht mehr Schlussläuferin der deutschen Frauenstaffel. Am Mittwoch (14.45 Uhr) tritt die 31-Jährige überraschend bereits an Position zwei an und will gemeinsam mit Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und der neuen Schlussläuferin Vanessa Voigt über 4 x 6 Kilometer eine Medaille gewinnen. In bislang drei Einzelrennen waren die deutschen Frauen leer ausgegangen, nur zum Auftakt mit der Mixedstaffel hatte es bislang Bronze in Südtirol gegeben.
Preuß gab mögliche Medaillen in Antholz mehrfach aus der Hand, weil sie im letzten Stehendschießen Nerven zeigte. Zuletzt vergab sie am Sonntag im Verfolgungsrennen mit zwei späten Strafrunden mindestens Bronze, noch mehr war sogar im Einzel möglich. Beide Male verpasste die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison das Podest. Vor ihrem Karriereende nach der Saison wird es für Preuß das letzte große Staffelrennen überhaupt.
»Katastrophe, der Stein«. Das hat man eben Skip Muskatewitz sagen hören. Wie sein Versuch zuvor lief, können Sie sich ausmalen. Als Reaktion auf den offenbar unsauber gleitenden Stein wechselt das deutsche Team eben jenen aus. Eine grandiose, durchschlagende Idee aus deutscher Sicht. Denn mit einem bemerkenswerten Stoß schiebt Muskatewitz mit dem neuen Stein in einem Versuch zwei tschechische Steine aus dem Haus. So holt Tschechien im vierten End nur einen Punkt, da war viel mehr möglich. 3:2 lautet die deutsche Führung.
Deutsche Medaillenchance in der Nordischen Kombination
Heute steht auch wieder die Nordische Kombination an. Ab 10 Uhr springen die Athleten von der Großschanze in Predazzo. Ab 13.45 Uhr fällt dann die Entscheidung über 10 Kilometer Ski Langlauf.
Mit dabei sind auch drei Deutsche: Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Julian Schmid. Zum Start der Spiele schwächelten die deutschen Kombinierer, Geiger brach nach starkem Start in der Loipe ein. Heute könnte eine Medaille für ihn wieder möglich sein. Aber auch der Este Kristjan Ilves ist am Start, er hatte Gold von der Normalschanze gewonnen.
2:0 führte Deutschland nach dem ersten End gegen Tschechiens Curler, 2:1 hieß es nach dem zweiten Durchgang. Skip Muskatewitz streichelt die Unterseite des Steins, er reinigt ihn gründlich, um ein ideales Gleiten zu ermöglichen. Aber dann gerät der Stoß deutlich zu kurz in diesem dritten End, und so bleibt schließlich nur ein Stein im Haus liegen, als das End vorbei ist. Es wären auch zwei oder gar drei möglich gewesen. »Nicht so schlimm. Einfach schwieriges Eis«, hört man das deutsche Team über die TV-Mikrofone analysieren.
Deutsche Curler legen los
Skip Marc Muskatewitz und seine Teamkollegen kämpfen heute um die Teilnahme am Curling-Halbfinale und damit auch: ihre Medaillenchance. Soeben hat das Spiel gegen Tschechien begonnen, es ist das erste von zweien an diesem Dienstag. Am Abend folgt die Partie gegen die noch ungeschlagenen Schweizer (19.05 Uhr; TV: jeweils ARD und Eurosport). Nach bislang drei Siegen und drei Niederlagen belegen die deutschen Curler den geteilten sechsten Rang.
Diese Ausnahmesportlerin ist zu gut, um geliebt zu werden
Keine italienische Athletin gewinnt so verlässlich Medaillen wie die Shorttrackerin Arianna Fontana. Dennoch wird sie nicht gefeiert wie andere. Warum? Aus Bormio berichtet unser Kollege Claudio Rizzello, seinen Text lesen Sie hier.
Vor Deutschland-Duell: Frankreich suspendiert Crinon
Deutschlands Eishockey-Männer spielen heute um 12.10 Uhr gegen Außenseiter Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale. Vor dem Duell hat Frankreich nun seinen Nationalspieler Pierre Crinon nach einer Schlägerei im Spiel gegen Kanada suspendiert. »Das provozierende Verhalten von Pierre Crinon beim Verlassen des Eises, obwohl er gerade wegen einer Schlägerei des Spiels verwiesen worden war, stellt einen eindeutigen Verstoß gegen den olympischen Geist dar und schadet zudem den Werten unseres Sports«, teilt der französische Verband FFHG mit.
Aus diesem Grund »wurde in voller Übereinstimmung mit dem französischen Nationalen Olympischen Komitee die Entscheidung getroffen, ihn für die nächste(n) Partie(n) des olympischen Turniers nicht zuzulassen«, heißt es in dem Statement weiter. Der Verteidiger Crinon hatte sich bei der 2:10-Niederlage am Sonntag mit dem Kanadier Thomas Wilson geprügelt. Die Schiedsrichter mussten energisch eingreifen, um die beiden Spieler zu trennen.
Eishockey-Traumfinale zwischen Kanada und den USA perfekt
Sehr spät am Montagabend erreichte uns noch diese Nachricht: Die Topfavoriten USA und Kanada sind ins Finale des Eishockey-Turniers der Frauen eingezogen. Deutschland-Bezwinger Kanada schlug die Schweiz im Halbfinale 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) und machte das Traum-Endspiel am Donnerstag (19.10 Uhr) perfekt. Zuvor hatten die USA bereits 5:0 (1:0, 4:0, 0:0) gegen Schweden gewonnen.
Bei acht olympischen Eishockey-Turnieren der Frauen standen sich sieben Mal die beiden Rivalen aus Nordamerika im Finale gegenüber. Die bessere Bilanz hat Kanada mit fünf Olympiasiegen, die USA waren nur 1998 sowie 2018 erfolgreich.
Skisprung-Abbruch: Deutscher Sportdirektor »richtig sauer«
Der vorzeitige Abbruch des Skisprung-Wettkampfs am Montagabend hat Horst Hüttel wütend gemacht. »Ich bin richtig, richtig sauer, weil es keiner von uns versteht«, sagte der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV) nach dem vierten Platz von Philipp Raimund und Andreas Wellinger. Keine 17 Zentimeter fehlten auf der Großschanze von Predazzo am Ende umgerechnet auf Bronze.
Wetter-Apps hätten angezeigt, dass der starke Schneefall als Hauptfaktor des Abbruchs schnell wieder aufhört. »Und diese Wetter-Apps muss auch die Fis haben«, sagte Hüttel mit Blick auf den Weltverband. »Es ist einfach schlecht gearbeitet, miserabel schlecht gearbeitet.« Hüttel sagte: »Es ist die Schneefront gekommen und war nach in etwa 15 bis 18 Minuten wieder weg.« Tatsächlich ließ der plötzliche Schneefall auch recht schnell wieder nach. Die Entscheidung zum Abbruch im letzten von drei Durchgängen war da aber bereits gefallen.
Mehr über das deutsche Olympiadrama in 112 Minuten lesen Sie hier.
Erstes Update aus Heimat: Vonn kann noch nicht wieder stehen
Ski-Star Lindsey Vonn hat sich nach ihrer Rückkehr in die USA mit einem Gesundheitsupdate zurückgemeldet. »Ich habe seit über einer Woche nicht mehr auf meinen eigenen Beinen gestanden, ich liege seit meinem Rennen unbeweglich in einem Krankenhausbett«, schreibt die 41-jährige Amerikanerin auf X. »Und auch wenn ich noch nicht stehen kann, fühlt es sich unglaublich an, wieder auf heimischem Boden zu sein.«
In den USA sollen nun weitere Operationen folgen, wie Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, bereits am Sonntag mitgeteilt hatte.
Russe Schipulin gab seine Biathlon-Goldmedaille nicht zurück: »Ist meine«
Der russische Ex-Biathlet Anton Schipulin hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: »Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben.«
Am Sonntag hatten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt worden waren. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang vor.
Herzlich willkommen, liebe Leserinnen und Leser! Auch heute wird bei den Olympischen Winterspielen über Schnee gerannt, von Schanzen gesprungen und auch, nun ja, geschossen. Biathlon eben. Florian Pütz und ich begleiten Sie dabei, am Nachmittag übernehmen die geschätzten Kollegen Marco Fuchs und Sven Scharf.

vor 3 Stunden
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