Norwegens Botschafterin Mona Juul legt wegen des Epstein-Skandals ihr Amt nieder. Jeffrey Epstein hatte ihre Kinder in seinem Testament als Erben bedacht.
8. Februar 2026, 21:14 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, jse
Aufgrund ihrer Verwicklungen in den Epstein-Skandal hat die norwegische Diplomatin Mona Juul ihr Amt als Botschafterin niedergelegt. Wie das norwegische Außenministerium in Oslo mitteilte, trat Juul nach der Einleitung von Ermittlungen als Botschafterin in Jordanien und im Irak zurück. Wegen ihrer Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war sie zu Beginn der Woche bereits suspendiert worden.
Juuls Kontakt mit Jeffrey Epstein habe ein "schwerwiegendes Versagen ihres Urteilsvermögens" offenbart, sagte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide laut einer Mitteilung. "Der Fall macht es schwer, das Vertrauen wiederherzustellen, das für die Rolle notwendig ist." Eide nannte Juuls Rücktrittsentscheidung deshalb "richtig und notwendig".
Juul und ihr Mann, der frühere Top-Diplomat Terje Rød-Larsen, standen nach den jüngsten Veröffentlichungen der Epstein-Akten unter Druck. Norwegischen Medienberichten zufolge tauchen die beiden Kinder des Paars in Epsteins Testament als Erben einer Summe von insgesamt zehn Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) auf. Kurz vor seinem Tod soll Epstein das Testament unterschrieben haben.
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