Neil Young, 79, hat sowohl die kanadische als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Aufgrund der politischen Entwicklungen seit Donald Trumps Amtsantritt fürchtet der Sänger jedoch, nach seiner Europatournee in diesem Jahr nicht mehr in die USA einreisen zu dürfen, wie er in einem Beitrag auf seiner Homepage schreibt. Young hatte den US-Präsidenten in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert.
»Wenn ich in Europa Musik spiele und über Donald J. Trump spreche, kann es sein, dass ich zu denen gehöre, die nach Amerika zurückkehren und ausgesperrt oder ins Gefängnis gesteckt werden, um auf einem Zementboden mit einer Aluminiumdecke zu schlafen«, schreibt Young in dem Beitrag. »Das passiert jetzt ständig. Die Länder haben neue Ratschläge für diejenigen, die nach Amerika zurückkehren.«
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»Wenn ihr etwas Schlechtes über Trump oder seine Regierung sagt, kann euch die Wiedereinreise in die USA verwehrt werden«
Neil Youngs Europatour soll im Juni und Juli stattfinden. Im August beabsichtigt der Musiker, wieder in die USA zurückzukehren.
Wenn er aus Europa zurückkomme und abgewiesen werde, könne er seine USA-Tournee nicht spielen, schreibt der Sänger weiter. »All die Leute, die Tickets gekauft haben, werden nicht in der Lage sein, ein Konzert von mir zu besuchen. Das ist richtig, Leute. Wenn ihr etwas Schlechtes über Trump oder seine Regierung sagt, kann euch die Wiedereinreise in die USA verwehrt werden. Wenn ihr Kanadier seid. Wenn ihr wie ich Doppelbürger seid, wer weiß? Wir werden das alle zusammen herausfinden.«