NBA: New York Knicks sollen als erste Champions Donald Trump im Weißen Haus besuchen

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Meisterteam im Basketball Knicks sollen als erste NBA-Champions unter Trump ins Weiße Haus kommen – sagt zumindest der Besitzer

Weil der Besitzer der New York Knicks ein Kumpel des US-Präsidenten ist, will er seine Meistermannschaft ins Weiße Haus bringen. Ob die Basketballer überhaupt mitmachen, ist aber noch unklar.

18.06.2026, 20.19 Uhr

 Seit 1999 führt er die Geschicke der New York Knicks
 Seit 1999 führt er die Geschicke der New York Knicks

James Dolan: Seit 1999 führt er die Geschicke der New York Knicks

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Yuki Iwamura / AP

Die New York Knicks haben eine Einladung zum Weißen Haus eingenommen. Das sagte James Dolan, Eigentümer des Basketballteams, das Anfang Juni zum ersten Mal seit 53 Jahren die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profiliga NBA gewonnen hatte. »Wir haben gerade eine Einladung erhalten, die wir angenommen haben. Die Details müssen wir noch klären«, sagte der 71-jährige Dolan am Mittwoch dem Sportsender WFAN Sports Radio. Am gleichen Tag fand in New York City die Meisterschaftsparade seines Teams statt.

Im US-Sport ist es üblich, dass Teams nach Titelgewinnen zu einem Medientermin ins Weiße Haus eingeladen werden. Dort werden dann ein paar Worte gesagt und Fotos mit dem amtierenden US-Präsidenten geschossen. Während den beiden Amtszeiten von Donald Trump, hat bislang jedoch kein einziges der Meisterteams in der NBA das Weiße Haus besucht.

Donald Trump bei einem NBA-Finalspiel der New York Knicks

Donald Trump bei einem NBA-Finalspiel der New York Knicks

Foto: Saul Loeb / AFP

2017 etwa teilte Stephen Curry vom damaligen Champion Golden State Warriors mit, dass er die obligatorische Einladung nicht annehmen wolle, um ein Zeichen gegen Trumps Politik zu setzen. Daraufhin lud Trump den Basketballer in einem Tweet offiziell aus, was ihm wiederum Kritik von LeBron James einhandelte, der gerade erst gegen Curry in der NBA-Finalserie verloren hatte. »Du Penner«, schrieb James in Richtung Trump: »Stephen Curry hat schon gesagt, dass er nicht kommt. Also gibt es keine Einladung. Ins Weiße Haus zu kommen, war eine große Ehre, bis du aufgetaucht bist.«

Dolan ist eine Reizfigur in New York

Als öffentliche Figur ist Dolan schon länger umstritten, selbst unter den eigenen Fans hat er einen schlechten Stand. Anhänger des Teams werfen ihm vor, wegen personeller und sportlicher Fehlentscheidungen für den jahrzehntelangen Misserfolg verantwortlich zu sein. Vor zwei Jahren wurde ein sexueller Übergriff Dolan vorgeworfen. Zu einem Gerichtsverfahren kam es nicht.

Die Ankündigung, mit seinem Team US-Präsident Trump besuchen zu wollen, dürfte Dolans Ruf in New York nicht gerade verbessern. Beim ersten Heimspiel während der Finalserie war Trump persönlich im Madison Square erschienen, der berühmten Halle der Knicks. Als der 80-Jährige während der Nationalhymne auf dem Großbildschirm gezeigt wurde, gab es lautstarke Buhrufe von den Fans. Trump ist der erste amtierende US-Präsident, der die NBA-Finals besuchte.

Für Dolan ist die Einladung zum Weißen Haus hingegen eine Ehre. »Ich kenne den Präsidenten seit 30 Jahren und bin sehr stolz darauf, das Team ins Weiße Haus zu bringen«, sagte Dolan im Radio-Interview. Die beiden sind langjährige Freunde. Als Trump beim Finalspiel zu Gast war, saßen sie nebeneinander. Der heute Präsident lebte lange Zeit in New York City.

Ob Dolan überhaupt in der Lage sein Wird, seine Spieler »ins Weiße Haus zu bringen«, bleibt noch abzuwarten. Angesichts der politischen und gesellschaftlichen Einstellungen, die in der als progressiv und liberal geltenden NBA weit verbreitet sind, ist es denkbar, dass die Knicks-Spieler selbst noch Protest gegen einen Besuch im Weißen Haus äußern werden.

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