Nato-Beiträge der USA: Unionspolitiker fordern Plan gegen mögliche US-Kürzungen bei der Nato

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Die USA könnten ihre Beiträge zur Nato deutlich kürzen. Verteidigungspolitiker der Union verlangen von Verteidigungsminister Pistorius eine Strategie für diesen Fall.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 27. Mai 2026, 19:56 Uhr

Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) befindet sich derzeit in Kanada. © Kay Nietfeld/​dpa

Wehrexperten aus CDU und CSU fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen Plan für den Fall, dass die USA ihre militärischen Beiträge zur Nato kürzen. Entsprechende Ankündigungen der USA seien ein »Weckruf an Deutschland und Europa, endlich mehr strategische Verantwortung für die Verteidigung von Frieden, Freiheit und Demokratie auf unserem Kontinent zu übernehmen«, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), dem Spiegel.

Ähnlich äußerte sich der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Erndl (CSU). Für die Bundeswehr bedeute die Ankündigung der USA, dass sie »schnellstmöglich einsatz- und abschreckungsfähiger werden muss«.

Die USA wollen ihre militärischen Beiträge für die Nato laut einem Bericht des Spiegel deutlich reduzieren. Ende vergangener Woche unterrichtete dem Magazin zufolge der Pentagon-Spitzenbeamte Alexander Velez-Green im Nato-Hauptquartier in Brüssel die Politischen Direktoren der Verteidigungsministerien aus den anderen Mitgliedstaaten, dass die USA ihre bisherigen Zusagen für das »Nato Force Model« deutlich zurückfahren werden. Die US-Regierung werde künftig erheblich weniger militärische Schlüsselfähigkeiten bereitstellen. In der Bundesregierung wird dem Bericht zufolge nun beraten, wie reagiert werden soll.

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