Narges Mohammadi : Iranische Friedensnobelpreisträgerin in Hungerstreik getreten

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Die Frauenrechtsaktivistin Narges Mohammadi sitzt erneut im Iran in Haft. Laut ihrer Anwältin darf sie keine Besuche empfangen – und protestiert nun dagegen.

5. Februar 2026, 6:56 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

Die im Iran inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihrer Anwältin im Hungerstreik. Er dauere nun schon seit drei Tagen an, sagte Chirinne Ardakani der Nachrichtenagentur AFP.  Mohammadi fordere damit "ihr Recht auf Telefonate, Zugang zu ihren Anwälten im Iran und Besuche" ein.

Laut ihrer Anwältin konnte Mohammadi am 14. Dezember zum letzten Mal mit ihrer Familie telefonieren. Über den Hungerstreik der 53-Jährigen habe die Familie über einen kürzlich entlassenen Mithäftling erfahren.

Mohammadi hat einen Großteil der vergangenen Jahre im Gefängnis verbracht. Sie wurde mehrfach verurteilt, weil sie sich gegen den Kopftuchzwang für Frauen und gegen die Todesstrafe einsetzt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie im Dezember 2024 entlassen, jedoch ein Jahr später erneut verhaftet – etwa zwei Wochen vor Beginn der jüngsten regierungskritischen Protestwelle im Iran.

Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Den Preis nahmen damals stellvertretend für sie ihre beiden Kinder entgegen.

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