Über Monate gingen die Preise für Gold und Silber nur nach oben – jetzt sind die Edelmetalle drastisch eingebrochen. Um bis zu acht Prozent sackte der Preis für eine Feinunze Gold am Montag ab. Damit kosteten die 31,1 Gramm noch etwa 4500 Dollar. Bei Silber fiel das Minus sogar noch stärker aus: Um bis zu 15 Prozent gab der Preis nach.
Auslöser des Preisrutsches war die Nominierung von Kevin Warsh als US-Notenbank-Chef durch US-Präsident Donald Trump. Warsh, der früher bereits als Gouverneur bei der Notenbank Fed gearbeitet hat, soll auf Jerome Powell folgen. Die Entscheidung hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Goldpreis fast ein Fünftel unter Rekordstand
Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit kaufen, kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis weiter unter Druck und es entsteht eine Abwärtsspirale.
Erst am Donnerstag hatte der Goldpreis mit 5595 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Am Freitag waren die Preise dann erstmals zurückgegangen: Gold um neun Prozent und Silber um 26 Prozent. Mit dem erneuten Einbruch am Montag kostet Gold inzwischen fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordpreis. Der Preis für eine Feinunze Silber lag mit einer Notierung von 72,79 Dollar rund 40 Prozent unter dem Hoch von 121,65 Dollar.

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