Iran bekräftigt seine Forderung nach Aufhebung der US-Blockade der Straße von Hormus für Schiffe, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern wollen. Sollten die USA dabei bleiben, würden Gegenmaßnahmen ergriffen, teilt ein Vertreter des Außenministeriums im Staatsfernsehen mit. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Auch Irans halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim zitiert den Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baqaei: Die Seeblockade durch die USA werde demnach als Verletzung des Waffenstillstands betrachtet und Iran werde erforderliche Gegenmaßnahmen ergreifen.
Er betonte, das Öffnen und Schließen der Straße von Hormus finde nicht in den sozialen Medien statt, sondern es sei Iran, »das als entscheidender Akteur in dieser Angelegenheit« agiere. Mit Blick auf die Ankündigung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi, die Handelsschiffen und Öltankern zunächst wieder die Durchfahrt durch die Meerenge zu erlauben, sagte Baqaei: »Nach dem Waffenstillstand ist die Durchfahrt ziviler Schiffe in der Straße von Hormus nach Koordinierung der zuständigen Stellen ungehindert möglich.«
USA halten Blockade bislang aufrecht
Zugleich äußerte Baqaei sich mit Blick auf mögliche weitere Verhandlungen mit den USA über einen dauerhaften Frieden: »Sobald wir das Gefühl haben, dass unsere Interessen berücksichtigt und gesichert sind, dann sind wir auch nicht weit von einer Einigung.« Für Iran seien die Aufhebung der Sanktionen sowie die Wiedergutmachung der Kriegsschäden enorm wichtig.
US-Präsident Donald Trump hat dagegen angekündigt, die Blockade werde in vollem Umfang aufrechterhalten, bis ein Abkommen mit der Regierung in Teheran zu 100 Prozent abgeschlossen sei.

vor 5 Stunden
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