Nach Wahlniederlage in Baden-Württemberg: Manuel Hagel bietet Rücktritt an – CDU lehnt ab

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Der Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hat nach der knappen Wahlniederlage am Montagabend seinen Rücktritt angeboten. Der CDU-Landesvorstand lehnte diesen auf einer geplanten Sitzung allerdings ab. Das bestätigte die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp, die an der Sitzung teilgenommen hat, dem Tagesspiegel. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

„Die Landespartei ist geschlossen und steht zu 100 Prozent hinter unserem Landesvorsitzenden“, sagte Stumpp dem Tagesspiegel. Hagel soll die CDU nun in mögliche Koalitionsverhandlungen mit den Grünen führen.

Die CDU war bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg nur 0,5 Prozentpunkte hinter den Grünen von Spitzenkandidat Cem Özdemir gelandet. Im Landtag werden sogar jeweils 56 Sitze für die Parteien prognostiziert.

Hagel hatte am Montag erklärt, auf der Sitzung mit dem CDU-Landesvorstand und am Dienstag mit der Landtagsfraktion über das weitere Vorgehen zu beraten. „Klar ist: Patt heißt Patt“, sagte er. „Daraus erwächst ein klarerer inhaltlicher Anspruch, den wir haben, sollten wir zu Koalitionsverhandlungen kommen – und da gehört alles auf den Tisch und alles auf den Prüfstand.“

Wenige Wochen vor der Wahl hatte die CDU noch mit sechs Prozentpunkten Vorsprung in den Umfragen geführt. Anschließend wurden Sexismus-Vorwürfe gegen Hagel laut, aufgrund eines jahrealten Videos. In der Woche vor der Wahl leistete sich der CDU-Spitzenkandidat dann auch noch einen unglücklichen Schulbesuch. (mit AFP)

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