Als Teil einer Impro-Comedy-Gruppe hatte Hibbert Anfang der Neunzigerjahre den damals jungen Regisseur Quentin Tarantino kennengelernt, der bei einer Vorstellung im Publikum saß. Bekannt wurde er 1994 als Sexsklave »Hinkebein« in Tarantinos Gangsterfilm »Pulp Fiction« – eine Rolle, in der er nicht spricht, noch nicht einmal sein Gesicht ist zu sehen.
Charakter mit Stockholm-Syndrom
Im Film wird »Hinkebein« in einem Folterkeller gefangen gehalten und grunzt nur. Boxer Butch Coolidge (gespielt von Hollywoodstar Bruce Willis) entkommt nach einiger Gewalt aus diesem Keller und schlägt »Hinkebein« dabei bewusstlos.
»Ich habe die Szene so gespielt, als hätten die Typen, die ihn gefangen hielten, ihm die Zunge herausgeschnitten«, sagte Hibbert 2024 in einem Interview mit der »American Association of Retired Persons«. Der Charakter sei schon eine Weile Gefangener gewesen, deshalb habe er ihn so gespielt, als habe er sich in einer Art Stockholm-Syndrom auf die Seite seiner Peiniger geschlagen. »Ich glaube, wenn ich es ganz düster und bedrohlich gespielt hätte, wäre es nicht so gruselig gewesen«, sagte Hibbert.

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