Der Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe in seiner Show am Donnerstag der vergangenen Woche zu einem Attentat auf den US-Präsidenten Donald Trump aufgerufen. Sein Witz, First Lady Melania Trump „strahlt wie eine werdende Witwe“, sei eine Anspielung auf den Altersunterschied zwischen ihr und ihrem Ehemann gewesen, sagte Kimmel am Montagabend in seiner Show. Er habe sich schon immer gegen Waffengewalt ausgesprochen und er unterstütze es, hasserfüllte Rhetorik zurückzuweisen. Darüber, so Kimmel, solle Melania Trump doch einmal mit ihrem Mann reden.
Melania Trump: „hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik“
Zuvor hatten Melania und Donald Trump die Absetzung von Kimmels Show auf dem Sender ABC gefordert. „Kimmels hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik zielt darauf ab, unser Land zu spalten“, hatte Melania Trump auf X gepostet. „Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind zerstörerisch und verschärfen die politische Krise in Amerika. Menschen wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Wohnzimmer einzudringen, um Hass zu verbreiten.“
„Jimmy Kimmel sollte von ABC und Disney sofort gefeuert werden“, schrieb Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Witz über seine Frau sei ein „verabscheuungswürdiger Aufruf zu Gewalt“ gewesen. Das gehe weit über das akzeptable Maß hinaus.
Karoline Leavitt: „Some Shots will be fired“
Um die Absurdität des gegen ihn gerichteten Vorwurfs, er habe zu Gewalt aufgerufen, zu unterstreichen, spielte Jimmy Kimmel in seiner Show am Montagabend eine Interviewsequenz auf vom Abend des White House Correspondents‘ Dinner vom vergangenen Samstag, das ein Schwerbewaffneter gestürmt hatte, um ein Attentat zu begehen. In der vor Beginn der Veranstaltung aufgenommenen Sequenz sagte Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, man dürfe sich auf die bevorstehende Rede des Präsidenten freuen: „There will be some shots fired“, sagte sie, womit nicht „Schüsse“ gemeint waren, sondern rhetorische „Spitzen“.
In seiner Show vom vergangenen Donnerstag hatte Kimmel das bevorstehende White House Correspondents' Dinner persifliert und eine fiktive Rede zu dem Ereignis gehalten. An dem Late-Night-Moderator arbeitet sich Donald Trump seit Jahren ab. Dass ABC ich feuern solle, hatte der US-Präsident zuletzt im Herbst vergangenen Jahres nach der Ermordung des MAGA-Aktivisten Charlie Kirk gefordert. Seinerzeit hatte der Sender Kimmel wegen in der Tat angreifbaren Äußerungen über den Attentäter für ein paar Tage suspendiert.

vor 8 Stunden
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