Morioka-Buchhandlung in Tokio: Das Angebot ist überschaubar
vor 3 Stunden
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In der Buchhandlung Morioka in Tokio gibt es nur ein Buch.
Aus der
ZEIT Nr. 06/2026
Aktualisiert am 6. Februar 2026, 19:57 Uhr
Artikelzusammenfassung
"Ginza, ein Stadtteil von Tokio, umgeben von Prachtbauten und einem hoch begüterten Einkaufspublikum, beherbergt einen minimalistischen Buchladen, die Morioka-Buchhandlung, der als der minimalistischste der Welt gilt. Hier wechseln wöchentlich die ausgestellten Bücher, begleitet von kunstvollen Bildern der japanischen Künstlerin Juno. Aktuell dreht sich alles um den Panda auf einem Baum, der energisch Bambus isst. Die Atmosphäre in dem kleinen Laden ist so faszinierend, dass selbst die U-Bahn-Durchsage "Ginza!" dagegen blass erscheint. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Buchliebhaber, sondern auch für diejenigen, die gerne in eine andere Welt eintauchen möchten."
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Vielleicht muss man zunächst kurz erwähnen, was für ein geheimnisvolles Wort das Wort "Ginza" ist. Es könnte eine scheue Heilpflanze sein. Oder es klingt wie der Name einer vornehmen Dame aus früheren Zeiten, die zusammen mit melancholisch vertrockneten Blumen in einer Villa lebt, wo sie meistens aus dem Fenster blickt und ein wenig empfindlich gegen Zugluft ist. Nun ist Ginza in Wahrheit ein Stadtteil von Tokio, was den Zauber des Namens nicht verfliegen lässt, selbst wenn einen meist hoch begütertes Einkaufspublikum umgibt, das in die Prachtbauten strömt, die etwa Louis Vuitton oder Bulgari dort hingedonnert haben.