Meta-Gründer Mark Zuckerberg, 40, ersteigerte vor Kurzem ein T-Shirt seiner alten Highschool – für 4095 US-Dollar. Was teuer klingt, war womöglich ein Schnäppchen, es handelte sich bei der Klamotte nämlich um eine Requisite aus dem Film »The Social Network« über die Entstehung Facebooks aus dem Jahr 2010.
Das schlabbrige Shirt verkörpert damit eine interessante Verschränkung von Kunst und Leben, die sich gegenseitig imitieren: Jesse Eisenberg, der Zuckerberg in dem Film spielte, trug das Shirt, weil der echte Zuckerberg zur Zeit der Facebook-Gründung gern in alten T-Shirts seiner Highschool herumlief. Jetzt kann Zuckerberg das wieder tun, aber eben in dem Wissen, dass das Shirt vorher den Umweg über Eisenbergs Körper genommen hat.
Eisenberg porträtierte Zuckerberg damals als rücksichtslosen Egoisten – und die Filmdarstellung dominierte über Jahre dessen öffentliches Bild. Heute muss man sagen: vielleicht zu Recht. Wieder steht der Meta-Chef in der Kritik, weil er Faktenchecks von seinen Plattformen entfernen ließ und mit seiner zunehmenden Nähe zu Donald Trump empörte.
Maximale Gleichgültigkeit
Indem er seinen originalen Highschool-Merch durch das Film-T-Shirt ersetzt, demonstriert der Milliardär nicht nur Reichtum, sondern auch eine gelassene Haltung gegenüber Kritikern. Nach dem Motto: Ihr könnt gern Filme drehen, in denen ihr mich als gewissenlos hinstellt, ich kaufe trotzdem euer ganzes Leben.
Damals wie heute glänzt Zuckerberg mit Indifferenz. Im Podcast sagte er: »Wenn Eisenberg nicht wusste, dass das Shirt zur Auktion steht, weiß er es jetzt.«