Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist kurz vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB.
Wie die Polizei in Oslo mitteilte, gibt es neue Vorwürfe gegen den 29-Jährigen: Es geht demnach um mutmaßliche Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Høiby sei am Sonntagabend festgenommen worden, hieß es. Zu dem Ort der Festnahme machte die Polizei keine Angaben.
Gegen Høiby beginnt am Dienstag in Oslo ein viel beachteter Prozess. Insgesamt umfasst die Anklage gegen den 29-Jährigen 38 Punkte, ihm drohen bis zu 16 Jahre Gefängnis.
Königsfamilie in Bedrängnis
Zu den schwersten Vorwürfen gehören vier mutmaßliche Vergewaltigungen sowie die körperliche und psychische Misshandlung mehrerer früherer Partnerinnen.
Im Sommer 2024 hatte er zugegeben, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. In einer Stellungnahme berichtete er damals von psychischen Problemen und davon, seit Längerem mit Drogenmissbrauch zu kämpfen. Vor allem die Anschuldigungen zu den Sexualdelikten bestreite er aber entschieden, sagte einer seiner Verteidiger später.

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