Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Selenskij: USA drängen auf Kriegsende bis Sommer
Ukraine: Massive russische Angriffe auf Energieversorgung
Moskau: Schüsse auf russischen Generalleutnant - Angriff in Wohnhaus
Russland und Ukraine tauschen 314 Kriegsgefangene aus
Gespräche in Abu Dhabi gehen weiter - Selenskij erwartet Austausch Kriegsgefangener
Moskau: Festnahmen nach Schüssen auf russischen General
Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin floh den Angaben nach in die Ukraine.
Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor.
Selenskij: USA drängen auf Kriegsende bis Sommer
Die USA dringen dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge auf eine Lösung zur Beendigung des Krieges noch vor dem Sommer. Die Regierung in Washington habe eine neue Gesprächsrunde zwischen der Ukraine und Russland in einer Woche in Miami vorgeschlagen, erklärt Selenskij in einer Stellungnahme seines Büros an Journalisten. Die Ukraine habe dem zugestimmt. Erst kürzlich waren zweitägige, von den USA vermittelte Friedensgespräche in Abu Dhabi ohne einen großen Durchbruch zu Ende gegangen.
Ukraine: Massive russische Angriffe auf Energieversorgung
Russland hat in der Nacht zum Samstag einen massiven Luftangriff auf die ukrainische Energieversorgung gestartet. Nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij setzte das russische Militär dabei mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen ein. Ziele seien demnach das Stromnetz sowie Kraftwerke und Umspannwerke gewesen. Zugleich drängten die USA auf eine Lösung zur Beendigung des Krieges noch vor dem Sommer.
Energieminister Denys Schmyhal erklärte, es seien zwei Wärmekraftwerke im Westen des Landes sowie wichtige Verteilerstationen getroffen worden. Der größte private Energieversorger DTEK meldete erhebliche Schäden - es sei der zehnte Angriff auf seine Werke seit Oktober 2025. Wegen der Attacken in Grenznähe stellten zwei polnische Flughäfen vorübergehend den Betrieb ein. Die Regierung in Kiew bat das Nachbarland um Notstromlieferungen, da es landesweit zu Notabschaltungen komme. Der Regionalgouverneur von Lwiw sagte, der Luftalarm in der Region, die an Polen grenzt, habe mehr als sechs Stunden gedauert.
Auch an anderen Orten gingen die Angriffe weiter: Das russische Verteidigungsministerium gab die Einnahme des Dorfes Tschuhuniwka in der Region Charkiw bekannt. Die Ukraine griff nach eigenen Angaben ein Werk für Raketentreibstoff in der westrussischen Region Twer mit Drohnen an.
Polen: Luftraum im Südosten nach Militäreinsatz wieder geöffnet
Der Luftraum im Südosten Polens ist nach einem Militäreinsatz wieder geöffnet. Die Flughäfen Rzeszow und Lublin hätten den Flugbetrieb wieder aufgenommen, teilte die polnische Flugsicherungsbehörde am Samstag auf der Plattform X mit. Zuvor war der Betrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt worden. Hintergrund seien russische Angriffe auf die nahe gelegene Ukraine gewesen.
Um der militärischen Luftfahrt freie Bahn zu verschaffen, sei der zivile Verkehr ausgesetzt worden, hieß es weiter. "Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und dienen der Sicherung und dem Schutz des Luftraums, insbesondere in Gebieten, die an die bedrohten Regionen angrenzen", erklärte das operative Kommando der polnischen Streitkräfte auf X.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte zuvor in einer Mitteilung an Piloten erklärt, die Flughäfen könnten wegen militärischer Maßnahmen zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit nicht angeflogen werden. Der Flugbeobachtungsdienst FlightRadar24 führte die Sperrung auf einen Einsatz von Nato-Flugzeugen in dem Gebiet zurück. Beide Städte liegen nahe der ukrainischen Grenze. Rzeszow gilt als wichtigster Umschlagplatz der Nato für Waffenlieferungen an die Ukraine. Bereits im vergangenen Monat war der Betrieb an beiden Standorten kurzzeitig eingestellt worden. Damals hatten die Behörden dies jedoch mit Routineübungen begründet.
Selenskij fordert nach Angriffen schnellere Reparaturen und bessere Luftabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij fordert nach massiven russischen Luftangriffen schnellere Maßnahmen. Die Luftabwehr müsse gestärkt und Schäden am Stromnetz sowie an der Wärmeversorgung rascher behoben werden, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. Allein in der Hauptstadt Kiew seien nach einem Angriff am Dienstag mehr als 1100 Wohngebäude ohne Heizung. Selenskij kündigt zudem personelle Konsequenzen in Gebieten mit unzureichender Luftabwehr an und wirft der Kiewer Stadtverwaltung Versäumnisse vor.
Tote und flächendeckender Stromausfall nach russischem Angriff
Während der zweitägigen Gespräche über eine mögliche Beendigung des Kriegs sind bei russischen Angriffen mehrere Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Region Saporischschja kam Gouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Ehepaar bei einer russischen Drohnenattacke auf die Stadt Wilnjansk ums Leben. Bei einem anderen Angriff sei ein 14-Jähriger in Saporischschja verletzt worden. Außerdem seien 12 000 Gebäude in dem Gebiet ohne Strom. Ein weiterer Mann wurde nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes bei russischem Beschuss im Gebiet Dnipropetrowsk getötet. Vier weitere seien verletzt worden. Russland griff Militärgouverneur Olexandr Hanscha zufolge mit Drohnen und Gleitbomben an.
Moskau: Schüsse auf russischen Generalleutnant - Angriff in Wohnhaus
In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt. Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen. Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet. Russlands Regierung warf der Ukraine vor, an dem Attentat beteiligt gewesen zu sein. „Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskij-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben“, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.
Es ist nicht das erste Mal, dass hochrangige russische Militärs zur Zielscheibe von Attentaten werden. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben. Im Dezember 2024 war mit Igor Kirillow der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat. Russland hat die Anschläge als Terrorismus und als Zeichen dafür, dass Kiew nicht an einem Frieden interessiert sei, verurteilt.
Gouverneur: Schwere Schäden im russischen Belgorod nach ukrainischem Beschuss
Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge in der Nacht die Grenzstadt Belgorod angegriffen. Dabei seien schwerwiegende Schäden entstanden, teilt der Gouverneur der Oblast, Wjatscheslaw Gladkow, mit. Die Stromversorgung sei bisher nicht vollständig wiederhergestellt, erklärt der Gouverneur. Auch in der benachbarten Oblast Brjansk seien Energieanlagen getroffen. In Belgorod gebe es keine militärischen Ziele. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Selenskij erwartet nächste Gesprächsrunde in den USA
Die Fortsetzung der Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs wird nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij wahrscheinlich in den USA stattfinden. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, „die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, sodass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen“, sagte Selenskij in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. „Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält.“ Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten miteinander gesprochen. Selenskij sagte nicht, ob die künftigen Gespräche in den USA ebenfalls in diesem Dreierformat stattfinden sollen.
USA und Russland wollen Militärdialog wieder aufnehmen
Die USA und Russland haben die Wiederaufnahme ihres seit 2021 unterbrochenen Dialogs hochrangiger Militärs vereinbart. Das teilte das Kommando der US-Streitkräfte in Europa nach Verhandlungen in Abu Dhabi mit. Die Militär-Gespräche waren im Herbst 2021 wegen massiver Spannungen zwischen Washington und Moskau auf Eis gelegt worden. Die USA sehen die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Streitkräften als „wichtigen Faktor für globale Stabilität und Frieden“ und versprechen sich die Möglichkeit für mehr Transparenz und Deeskalation. Aus Russland gibt es noch keine offiziellen Angaben zu der Vereinbarung.
„Dieser Kanal wird einen kontinuierlichen Kontakt zwischen den Streitkräften gewährleisten, während die Parteien weiter auf einen dauerhaften Frieden hinarbeiten“, hieß es in der Mitteilung weiter. Während des 2022 begonnen russischen Angriffskrieges hatte es nur gelegentlich Kontakte auf höchster militärischer Ebene zwischen Moskau und Washington gegeben.
Russland und Ukraine tauschen 314 Kriegsgefangene aus
Erstmals seit Monaten haben Russland und die Ukraine wieder Kriegsgefangene in größerem Umfang ausgetauscht. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte die Rückkehr von 157 russischen Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft. Zudem seien drei Zivilisten in ihre Heimat zurückgekehrt, die bei der kurzzeitigen Besetzung von Teilen des westrussischen Gebiets Kursk in die Ukraine gebracht worden seien. „Im Gegenzug wurden 157 gefangene ukrainische Soldaten übergeben“, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Nach Angaben des Ministeriums sind die russischen Soldaten derzeit in Belarus und werden medizinisch versorgt.
In Kiew bestätigte Präsident Wolodimir Selenskij den Austausch auf Telegram. Unter den 157 Ukrainern seien Soldaten der Armee, der Nationalgarde und der Grenztruppen. Ein Teil sei bereits seit 2022 in russischer Gefangenschaft gewesen. Dem Stab für Kriegsgefangenenbelange zufolge wurden auch sieben Zivilisten übergeben. Insgesamt sei das bereits der 71. russisch-ukrainische Gefangenenaustausch gewesen.
Der Austausch erfolgte russischen Angaben nach unter Vermittlung der USA und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE, laufen derzeit Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern über Wege zum Ende des seit knapp vier Jahren laufenden Kriegs. Der Sondergesandter der USA, Steve Witkoff, bezeichnete den Gefangenenaustausch auf der Plattform X als Ergebnis „detaillierter und produktiver Friedensgespräche“.
Witkoff: Gefangenenaustausch zwischen Russland und Ukraine vereinbart
Die Delegationen der USA, der Ukraine und Russlands haben sich auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Es gehe um insgesamt 314 Personen, kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff in in Abu Dhabi an. Die Friedensgespräche seien detailliert und produktiv gewesen, es bleibe jedoch noch einiges zu klären, fügt er hinzu. Die Diskussionen würden fortgesetzt, in den kommenden Wochen werde mit weiteren Fortschritten gerechnet.
Gespräche in Abu Dhabi gehen weiter - Selenskij erwartet Austausch Kriegsgefangener
In Abu Dhabi hat der zweite Tag der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern über ein Ende des Kriegs begonnen. "Wir arbeiten im gleichen Format wie gestern: trilaterale Konsultationen, Gruppenarbeit und weitere Annäherung der Positionen“, schrieb der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow bei Telegram zum Start des zweiten Verhandlungstags. Ergebnisse würden später verkündet, teilte er zudem mit. Der Sondergesandte von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, erklärte derweil im Staatsfernsehen, dass Fortschritte zu verzeichnen seien. "Es gibt eine gute, positive Bewegung nach vorn“, sagte er.
Vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche mit Moskau und Washington rechnet der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mit einem baldigen Austausch von Kriegsgefangenen. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er, es werde einen wichtigen Schritt geben - hin zum Austausch von Gefangenen. Zuvor hatte auch der Kiewer Chefunterhändler, Rustem Umjerow, von einem Gefangenenaustausch gesprochen.
Die ukrainische Position sei sehr klar, sagte Selenskij. Der Krieg müsse wirklich beendet werden. Gerade Russland müsse dazu bereit sein. Und auch die Partner seines Landes müssten bereit sein, das mit echten Garantien, Sicherheitsgarantien und echtem Druck auf Russland sicherzustellen. Es dürfe keine Belohnung für Moskau geben, sonst werde es mit der Zeit jede Vereinbarung brechen, führte Selenskij aus. Die ukrainische Delegation habe auch mit dem US-Team Kontakt gehabt.
Selenskij spricht von 55 000 getöteten ukrainischen Soldaten
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die offiziellen Verluste eigener Truppen seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp vier Jahren auf 55 000 getötete Soldaten beziffert. Darunter fielen auch Berufssoldaten und Mobilisierte, sagte er dem französischen Sender France 2 in einem Interview. Hinzu komme eine große Zahl von Menschen, die vermisst würden, sagte der mit den Tränen kämpfende Staatschef.
Während beide Kriegsparteien täglich gegnerische Verluste vermelden, legen sie fast nie eigene Opferzahlen dar. Es gilt als sicher, dass sowohl Russlands Führung als auch die der Ukraine eigene Verluste herunterspielen und jene in den Reihen des Gegners erhöhen. Andere Schätzungen decken sich nicht mit den offiziellen Zahlen aus Moskau und Kiew.
Vor einem Jahr hatte Selenskij die Verluste der ukrainischen Streitkräfte in einem Interview des britischen Journalisten Piers Morgan auf mehr als 45 000 gefallene und 390 000 verletzte Soldaten seit Kriegsbeginn beziffert. Seinen neuen Aussagen nach zu folgern wären damit innerhalb eines Jahres etwa 9000 getötete Soldaten hinzugekommen. Allein beim Austausch der Leichen getöteter Soldaten erhielt die ukrainische Seite von Russland seit 2025 die sterblichen Überreste von mehr als 16 500 Gefallenen zurück.
Ein Bericht der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS (Center for Strategic and International Studies) ging Ende Januar allein für die Ukraine von Verlusten von 500 000 bis 600 000 Soldaten seit Kriegsbeginn im Februar 2022 aus, darunter 100 000 bis 140 000 Tote. Die Verluste auf der russischen Seite wurden darin mit 1,2 Millionen Soldaten beziffert, davon 325 000 Tote. Das CSIS stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Informationen des Militärs, der Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder.
Skepsis und Misstrauen begleiten Ukraine-Friedensgespräche
Parallel zu den neuen Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi laufen weitere diplomatische Bemühungen. So traf sich französischen Diplomaten zufolge der wichtigste Berater von Präsident Emmanuel Macron, Emmanuel Bonne, am Dienstag mit Vertretern der Regierung in Moskau. Ziel sei es, den Dialog zu Schlüsselfragen, allen voran der Ukraine, aufrechtzuerhalten. US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich am Mittwoch in Washington verhalten optimistisch: "Ich will nicht sagen, dass allein die Gespräche ein Fortschritt sind, aber es ist gut, dass es ein Engagement gibt."
Der erste Tag der von den USA vermittelten Gespräche in Abu Dhabi wurde von der ukrainischen Seite als substanziell und produktiv bewertet. Daran nehmen neben den Delegationen aus Kiew und Moskau auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, teil. Die Gespräche sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.
Die Verhandlungen werden jedoch von schweren Kämpfen und gegenseitigem Misstrauen überschattet. Kurz nach Beginn der Gespräche schlugen russische Raketen nach ukrainischen Angaben auf einem Markt in der Ostukraine ein. Dabei wurden dem Gouverneur der Region Donezk zufolge mindestens sieben Menschen getötet und 15 verletzt. Die Regierung in Kiew wirft Moskau vor, eine von den USA unterstützte Waffenruhe in der vergangenen Woche zur Aufstockung seiner Munitionsbestände genutzt zu haben.
Die Positionen der Kriegsparteien liegen weiter weit auseinander. Moskau fordert den Abzug der ukrainischen Truppen aus der gesamten Region Donezk als Vorbedingung für eine Einigung. Kiew lehnt dies ab und fordert stattdessen ein Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie. Als besonders heikel gilt neben den Gebietsfragen auch das Schicksal des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bekräftigte am Mittwoch, die russischen Truppen würden so lange kämpfen, bis Kiew zu Entscheidungen gelange, die den Krieg beenden könnten.










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