Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Nach Entlassungen: "Washington Post"-Herausgeber tritt zurück
US-Berufungsgericht stärkt Trumps harte Abschiebungspolitik
Trump zu rassistischem Post: Habe keinen Fehler gemacht
Irans Außenminister spricht nach Gesprächen mit USA von „gutem Anfang“
Rubio: Kein neuer Atomvertrag ohne China
USA planen schärfere Einreiseregeln für Touristen
Der US-Grenzschutz plant eine Verschärfung von Einreiseregeln für Touristen aus Deutschland und vielen anderen Ländern. Um eine Reisegenehmigung zu erhalten, soll man den Plänen zufolge vorab mehr Informationen über das eigene Leben preisgeben müssen als bisher. Am Montag läuft eine Frist ab, bis zu der Einwände und Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Änderungen eingereicht werden können. Danach prüft die US-Behörde die Eingaben und nimmt möglicherweise noch Änderungen vor, bevor die Neuerungen in Kraft treten. Wann die neuen Regeln gelten könnten, ist nicht absehbar.
Betroffen sind Besucherinnen und Besucher, die mit dem elektronischen Antrag Esta in die USA einreisen – der gängigen, visumfreien Genehmigung für Touristen und Geschäftsreisende aus mehr als 40 Ländern, die am Visa Waiver Program (VWP) teilnehmen. Der Aufenthalt in den USA ist damit für maximal 90 Tagen erlaubt.
Die Grenzschutzbehörde CBP hatte im Dezember Änderungen für Esta-Antragsteller vorgeschlagen, von denen einige besonders für Verunsicherung sorgen - auch in Deutschland. Wer auf dieser Grundlage in die USA einreisen will, soll künftig etwa Informationen zu seinen Profilen in sozialen Medien in den vergangenen fünf Jahren offenlegen müssen. Was damit genau gemeint ist, geht aus dem im US-Bundesregister veröffentlichten Vorschlag der CBP allerdings nicht hervor. Der Sender CNN berichtete Ende vergangenen Monats unter Berufung auf einen Hotel- und Gastgewerbeverband aus dem US-Bundesstaat Florida, dass Regierungsbeamte ihnen privat gesagt hätten, es gehe um Account-Namen. Zugang zu Social-Media-Konten oder spezifischen Posts müsste man dagegen nicht gewähren.
Zudem werde die Grenzschutzbehörde auch nicht die Social-Media-Aktivitäten aller Antragssteller prüfen, heißt es. In dem Vorschlag der Grenzschutzbehörde ist zudem davon die Rede, dass Antragssteller - sofern möglich - künftig zahlreiche zusätzliche persönliche Daten angeben müssen. Die Vorschläge für zusätzlich zu erhebende Daten umfassen etwa Telefonnummern, die man in den vergangenen fünf Jahren verwendet und E-Mail-Adressen, die man in den vergangenen zehn Jahren benutzt hat. Hinzu kommen ausführliche Informationen über Familienmitglieder, etwa deren Geburtsdaten, Wohn- und Geburtsorte.
ICE-Haftanstalt verweigerte einem Kleinkind Medikamente
In einem Haftzentrum in Texas ist einem 18 Monate alten Mädchen während der Einwanderungshaft die medizinische Versorgung verweigert worden – trotz einer vorherigen lebensbedrohlichen Atemwegserkrankung. Nach einer Klage ist es zusammen mit seinen Eltern nun entlassen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Wie aus der am Freitag in Texas eingereichten Klageschrift hervorgeht, war die Familie am 11. Dezember in einem Haftzentrum in Dilley, Texas, in Gewahrsam genommen worden. Das Mädchen war vom 18. bis 28. Januar im Krankenhaus. Dort wurden bei ihr Covid-19, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), eine virale Bronchitis und eine Lungenentzündung diagnostiziert. Nach der Behandlung war sie entgegen der Warnung der Mediziner in das Haftzentrum zurückgebracht worden. Dort wurde „ihr der Zugang zu den Medikamenten verweigert, die ihr die Ärzte im Krankenhaus verschrieben hatten“, sagte die Anwältin der Familie, Elora Mukherjee, dem US-Sender NBC. Nachdem die Familie eine Klage eingereicht hatte, sei sie von den US-Behörden freigelassen worden. „Die kleine Amalia hätte niemals inhaftiert werden dürfen. Sie wäre in Dilley fast gestorben“, so Mukherjee.
Das Mädchen ist mexikanische Staatsbürgerin, die Eltern kommen aus Venezuela. Sie leben seit 2024 in den USA, wo sie Asyl beantragen wollen. Über den Fall hatte zuerst NBC berichtet. Das Haftzentrum Dilley ist zuvor bereits in die Kritik geraten, weil dort vorübergehend ein Fünfjähriger inhaftiert worden war. Zudem sind Anfang der Woche zwei Fälle von Masern gemeldet worden.
New York Times: Trump-Regierung soll Ermittlungen zum Tod von Renee Good blockiert haben
Die Trump-Administration hat direkt in die Ermittlungen zum Tod von Renee Good eingegriffen, die im Januar von einem Einwanderungsbeamten in Minneapolis erschossen wurde. Wie die New York Times berichtet, stoppte FBI-Direktor Kash Patel persönlich die Beweisaufnahme am Tatort, obwohl bereits ein Durchsuchungsbefehl für das Fahrzeug der Getöteten vorlag. Die Begründung: Eine Untersuchung wegen möglicher Bürgerrechtsverletzungen würde Trumps Darstellung widersprechen, wonach Good den ICE-Beamten "gewaltsam überfahren" habe.
Stattdessen soll das Justizministerium die Staatsanwälte in Minnesota dazu gedrängt haben, neue Durchsuchungsbefehle zu beantragen - diesmal mit dem Ziel, zu ermitteln, ob der Schütze angegriffen worden sei oder ob Goods Partnerin strafrechtlich verfolgt werden könne. Mehrere erfahrene Bundesstaatsanwälte, darunter der leitende Staatsanwalt Joseph Thompson, weigerten sich, diese Wendung mitzutragen, die sie als "rechtlich fragwürdig und aufrührerisch" bewerteten.
Die Proteste führten zu einer beispiellosen Krise: Thompson und fünf weitere Staatsanwälte verließen das Amt, insgesamt sind etwa ein Dutzend Staatsanwälte aus der nur 25-köpfigen Abteilung ausgeschieden. Zurück bleibt laut den Recherchen der New York Times ein unterbesetztes Büro, das gleichzeitig komplexe Terrorismus- und Betrugsverfahren führen und die Flut neuer Fälle aus Trumps Einwanderungsrazzia bewältigen muss. Minneapoliis Polizeichef Brian O'Hara warnt, dies könne "den gesamten Fortschritt bei der Zusammenarbeit zwischen lokalen und föderalen Strafverfolgungsbehörden zerstören".
Bei einer Trauerfeier für Renee Good am Samstag ermutigte ihre Schwester Annie Ganger die Menschen in Minneapolis, positiv zu bleiben. "Renee würde uns raten, sich um uns und unsere Nachbarn zu kümmern, zu ruhen, zu essen, zu spielen - und einfach füreinander da zu sein."
Iran: Netanjahu reist für Treffen mit Trump nach Washington
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will kommende Woche bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington für eine harte Linie in den amerikanischen Gesprächen mit dem Iran werben. Netanjahu sei der Ansicht, dass alle Verhandlungen eine Begrenzung ballistischer Raketen und das Ende der Unterstützung der iranischen Achse» umfassen müssten, teilte sein Büro am Samstag mit. Mit letzterem bezog es sich auf die Unterstützung Teherans für militante Gruppen wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas in den palästinensischen Gebieten. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht.
Laut Netanjahus Büro will der Regierungschef am kommenden Mittwoch mit Trump zusammentreffen. Die beiden waren zuletzt im Dezember zusammengekommen.
Im Oman hatten Vertreter der USA und Irans am Freitag indirekt verhandelt. Es ging um das weitere Vorgehen im Hinblick auf das iranische Atomprogramm. Die US-Regierung verlangt vom Iran den Verzicht auf Atomrüstung und hat Streitkräfte in der Region zusammengezogen. Sie hat der Führung in Teheran auch wegen der blutigen Niederschlagung von Protesten mit militärischer Gewalt gedroht.
Trump bezeichnete die jüngste Verhandlungsrunde in Omans Hauptstadt Maskat als "sehr gut" und kündigte weitere Gespräche für Anfang kommender Woche an.
Israel befürchtet, dass der Iran nach einer Atombombe strebt. Netanjahus Regierung fordert die Einstellung des Nuklearprogramms von Teheran, das stets betont, es diene friedlichen Zwecken. Israel verlangt auch die Beendigung des Raketenprogramms Irans und dessen Unterstützung für militante Gruppen in der Region. Teheran betont, dass es mit den USA nur über sein Atomprogramm verhandele.
Nach Entlassungen: "Washington Post"-Herausgeber tritt zurück
Der Herausgeber und Geschäftsführer der Washington Post, Will Lewis, tritt zurück. Der Schritt folgte wenige Tage nachdem Massenentlassungen bei dem Traditionsblatt publik wurden. In einer kurzen Mitteilung an die Mitarbeiter, aus der unter anderem der US-Sender CNN zitierte, verwies Lewis darauf, dass schwierige Entscheidungen getroffen worden seien, um eine nachhaltige Zukunft der Zeitung zu sichern. Seine Aufgaben soll mit sofortiger Wirkung kommissarisch Jeff D'Onofrio übernehmen, der bisherige Finanzchef des Unternehmens.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das fast 150 Jahre alte Traditionsblatt wegen wirtschaftlicher Einbußen heftige Sparmaßnahmen einleitet. Etwa ein Drittel der Belegschaft wird Medienberichten zufolge entlassen, darunter rund 300 Journalisten. Betroffen sind demnach unter anderem die Sportredaktion, das Literaturressort und die Auslandsberichterstattung. In der Belegschaft und in der Branche allgemein stieß das auf viel Empörung und Kritik.
In einer Stellungnahme der Washington Post zum Herausgeberwechsel betonte Eigentümer Jeff Bezos, die Zeitung habe eine zentrale journalistische Aufgabe. Daten zeigten dem Unternehmen, worauf es sich konzentrieren solle, erklärte er. Die Washington Post gehört dem Multimilliardär seit 2013.
Berichte: Trumps "Friedensrat" tagt am 19. Februar zu Gaza
Der sogenannte Friedensrat von US-Präsident Donald Trump zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen. Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzubringen, meldete das US-Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten. Ziel sei auch, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.
Auch die "New York Times" meldete den geplanten Termin und verwies auf ein entsprechendes Einladungsschreiben. Der von Trump im Januar in Davos gegründete "Friedensrat" wird von vielen europäischen Staaten, darunter Deutschland, als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen und deswegen abgelehnt. Anders als ursprünglich erwartet handelt es sich nicht um ein Gremium, dass ausschließlich der Überwachung des Gaza-Friedensprozesses gewidmet ist.
Die meisten westlichen Verbündeten hätten sich ihm nicht angeschlossen, weil die Satzung dem Gremium ein sehr weitreichendes Mandat einräumt und Trump das alleinige Vetorecht über Entscheidungen hat, hielt «Axios» fest. Mit dabei sind unter anderem Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.
Die zweite Phase des Waffenruhe-Abkommens für Gaza sieht auch die Entwaffnung der islamistischen Hamas vor, was die palästinensische Terrororganisation jedoch ablehnt. Auch soll der "Friedensrat" eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Ihre genaue Zusammensetzung ist allerdings noch offen.
Netanjahu kündigt Gespräche mit Trump in Washington an
Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Verhandlungen der USA mit Iran stehen, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er kündigte an, den US-Präsidenten am Mittwoch in Washington zu treffen. Netanjahu fordert, dass die Begrenzung ballistischer Raketen und ein Stopp der Unterstützung der mit Iran verbündeten Milizen thematisiert werden. Vertreter der USA und Irans hatten am Freitag in Maskat Gespräche geführt. US-Präsident Trump hatte diese als „sehr gut“ bezeichnet und weitere Gespräche für Anfang der kommenden Woche angekündigt.
Kanada und Frankreich stärken diplomatische Präsenz in Grönland
Kanada und Frankreich haben in Grönland neue Konsulate eröffnet, nachdem Donald Trump wiederholt mit einer Übernahme der Insel gedroht hatte.
Bislang verfügten nur die USA über ein ständiges Konsulat in Grönland. Kanadas Schritt betont die engen historischen und kulturellen Verbindungen der Inuit in Kanada und Grönland, während Frankreichs Engagement als Zeichen der europäischen Solidarität gegen Trumps Drohungen verstanden wird. Bereits im vergangenen Juni hatte Präsident Emmanuel Macron die Schaffung des Generalkonsulats in Nuuk angekündigt. Der US-Präsident sprach schon damals immer wieder davon, die Kontrolle über das zu Dänemark gehörende Grönland übernehmen zu wollen.
Die Eröffnung eines deutschen Konsulats ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant. „Die Bundesregierung wird in Grönland bereits durch einen Honorarkonsul konsularisch vertreten“, zitiert die dpa das Auswärtige Amt.
Grönländische Politiker und Bevölkerung begrüßten die kanadischen und französischen Vertretungen, da sie Sicherheit, internationale Aufmerksamkeit und die Unterstützung der Verbündeten symbolisieren. Pipaluk Lynge, Vorsitzende des außen- und sicherheitspolitischen Ausschusses des grönländischen Parlaments, erklärte: „Es bedeutet viel. Es zeigt, dass unsere Verbündeten in dieser Situation nicht schweigen.“ Die Konsulate sollen langfristige Kooperationen in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Klimaschutz fördern.
US-Berufungsgericht stärkt Trumps harte Abschiebungspolitik
Ein US-Berufungsgericht hat laut US-Medienberichten die Trump-Regierung darin bestätigt, Menschen, die abgeschoben werden sollen, grundsätzlich ohne Möglichkeit auf eine Kautionsanhörung festzuhalten – selbst wenn sie keine Vorstrafen haben und seit Jahrzehnten in den USA leben.
Die Mehrheit des Gerichts folgte einer neuen Auslegung des Einwanderungsrechts, nach der praktisch alle Betroffenen als „Antragsteller auf Einreise“ gelten und daher zwingend in Haft müssen. Die Richterin Edith Jones schrieb: „Dass frühere Regierungen beschlossen haben, weniger als ihre volle Durchsetzungsbefugnis zu nutzen, bedeutet nicht, dass sie nicht die Befugnis hatten, mehr zu tun.“
Die Entscheidung widerspricht tausenden Urteilen unterer Gerichte. In ihrer abweichenden Meinung warnte Richterin Dana Douglas, die als einzige von drei Richtern in diesem Verfahren gegen die Entscheidung gestimmt hatte, dass dadurch bis zu zwei Millionen Menschen ohne Anhörung inhaftiert werden könnten. Der Fall könnte nun dem Supreme Court zur Entscheidung vorgelegt werden.
USA kündigen UN-Zahlung an - fordern aber weitere Reformen
Die USA wollen in den kommenden Wochen eine erste Zahlung für ihre Milliardenschulden bei den Vereinten Nationen (UN) leisten, haben aber zugleich weitere Reformen angemahnt. "Sicherlich wird in Kürze eine erste Geldtranche eingehen", sagte der US-Botschafter bei der UN, Mike Waltz, am Freitag (Ortszeit) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die bisherigen Anstrengungen der UN seien zwar ein wichtiger erster Schritt, es müsse jedoch mehr getan werden. So sei ein zentrales Ziel die Beseitigung von Doppelstrukturen. Als Beispiel nannte Waltz, dass es sieben UN-Organisationen gebe, die sich hauptsächlich mit dem Klimawandel befassten. "Unabhängig von der Klimadebatte brauchen wir keine sieben", sagte er.
Die Ankündigung kommt, nachdem UN-Generalsekretär António Guterres vor zwei Wochen vor einem "unmittelbar bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch" der Organisation gewarnt hatte. Grund dafür sind ausstehende Mitgliedsbeiträge, von denen die USA den größten Teil schulden. UN-Angaben zufolge belaufen sich die US-Schulden allein für den regulären Haushalt auf 2,19 Milliarden Dollar. Die Zahlungsrückstände der USA sind während der Präsidentschaft von Donald Trump erheblich gestiegen. Trump hatte jedoch am Dienstag ein Haushaltsgesetz unterzeichnet, das 3,1 Milliarden Dollar für Beiträge an die UN und andere internationale Organisationen vorsieht.
Trump bezeichnet Gespräche mit Iran als "sehr gut"
US-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche zwischen Vertretern seiner Regierung und Irans für Anfang nächster Woche angekündigt. Die Verhandlungen mit der Delegation aus Teheran am Freitag seien „sehr gut“ gelaufen, sagte er am Abend (Ortszeit) an Bord des Regierungsfliegers Air Force One auf dem Weg in den US-Bundesstaat Florida. Iran scheine sehr an einem Deal interessiert zu sein. Für den Fall, dass es nicht dazu kommen sollte, drohte Trump erneut mit Konsequenzen. Iran dürfe keine Atomwaffen haben, bekräftigte er seine bekannte Position.
Unter Vermittlung des Golfstaats Oman hatten die USA am Freitag eine neue Verhandlungsrunde mit Iran aufgenommen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte dem heimischen Staatsfernsehen danach: „Es war ein guter Anfang.“ Bei seiner Antwort auf die Frage des Moderators, ob und wann genau die Gespräche fortgesetzt würden, legte er sich nicht weiter fest. Wie der Sender Al Jazeera unter Berufung auf den iranischen Außenministers Abbas Araghtschi berichtet, sei noch kein fester Termin vereinbart worden. Teheran und Washington seien jedoch der Meinung, dass die Gespräche bald fortgesetzt werden sollten.
Die USA hatten bis zu Trumps Äußerungen keine offiziellen Stellungnahmen zum Verlauf des Treffens abgegeben. Per Dekret drohte der US-Präsident danach aber mit Strafzöllen gegen Handelspartner Irans, die sich seine Regierung vorbehält. Laut der Anordnung sollen Zölle auf Importe in die USA erhoben werden können, die aus Ländern stammen, die Waren oder Dienstleistungen aus der Islamischen Republik beziehen. Konkrete Ländernamen nannte Trump nicht, als Beispiel für die Höhe der Zölle nannte er 25 Prozent.
Damit erhöhte Trump einmal mehr den Druck auf Iran. Der Republikaner hatte der Führung in Teheran zuletzt mehrfach gedroht und dies unter anderem mit dem brutalen Vorgehen der Staatsgewalt gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten begründet. Immer wieder macht er auch klar, dass ihm das umstrittene Atomprogramm Irans ein Dorn im Auge ist.
Kuba reagiert mit drastischem Notfallplan auf US-Ölblockade
Weniger Busse, Einschränkungen an Schulen und Universitäten sowie ein reduziertes Urlaubsangebot für Touristen: Kuba ergreift infolge der verschärften Spannungen mit der US-Regierung und ihres Ölembargos drastische Maßnahmen zur Einsparung von Treibstoff. Wie die Regierung der sozialistischen Karibikinsel ankündigte, soll so das Wirtschaftsleben inklusive wesentlicher Dienstleistungen aufrechterhalten werden.
Washington habe im Zuge seiner „aggressiven Eskalation“ gegen Kuba eine „Energie-Blockade“ verhängt, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Óscar Pérez-Oliva zur Begründung des Notfallplans. Mehrere Minister erläuterten die Maßnahmen am Freitagabend (Ortszeit) im Staatsfernsehen.
Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Mit der Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch das US-Militär am 3. Januar hat Havanna einen wichtigen Verbündeten verloren. Danach drohte Trump auch mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, stellte seine Lieferungen ein.
Um Energie zu sparen, soll die öffentliche Verwaltung den Regierungsangaben zufolge nur noch von Montag bis Donnerstag tätig sein. Bus- und Bahnverbindungen sowie Fährfahrten werden stark eingeschränkt. Beamte können in andere Tätigkeitsbereiche versetzt werden, um Engpässe in wichtigen Wirtschaftsbereichen abzufedern. Die Universität von Havanna kündigte an, den Präsenzunterricht für 30 Tage weitgehend auszusetzen.
Auch Besucher aus dem Ausland sind in Teilen betroffen. Der Tourismus als wichtige Devisenquelle müsse geschützt werden, das Angebot werde sich jedoch auf die Urlaubsziele mit der höchsten Nachfrage konzentrieren, sagte Pérez-Oliva. Der Betrieb an den Flughäfen soll gewährleistet bleiben. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals 14ymedio wurden bereits vor der Ankündigung einige Hotels auf den paradiesischen Los-Cayos-Inseln vor der Küste Kubas geschlossen und Gäste in andere Einrichtungen gebracht.
Trump zu rassistischem Post: Habe keinen Fehler gemacht
US-Präsident Donald Trump will sich für den Post auf seinem Social-Media-Account, der eine rassistische Darstellung von Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau als Affen enthielt, nicht entschuldigen. Auf eine entsprechende Frage sagte er vor Journalisten: „Nein, ich habe keinen Fehler gemacht.“
Er sehe ständig "Tausende Sachen" und habe lediglich den Beginn des Videos gesehen, sagte Trump. Er nehme an, dass am Ende etwas zu sehen gewesen sei, was Leuten nicht gefalle - ihm gefalle es auch nicht, aber er habe es nicht gesehen, sagte er. Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag mit der rassistischen Darstellung zu rechtfertigen, später wurde die Schuld dafür auf einen Mitarbeiter geschoben.
Das Video sei ein "starker Beitrag" zum Thema Wahlbetrug gewesen, so Trump. niemand habe gewusst, dass am Ende das Bild sei. Wenn die Mitarbeiter das gewusst hätten, hätten sie es gesehen, "und wahrscheinlich wären sie so vernünftig gewesen, es rauszunehmen." Viele Leute seien in verschiedenen Formaten gezeigt worden.
Am Freitag war der Beitrag nach massiver Kritik von Trumps Account auf seiner Online-Plattform Truth Social gelöscht worden. „Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses veröffentlichte den Beitrag fälschlicherweise“, teilte ein hochrangiger US-Beamter mit.
Rassistisches Video über Obamas – Weißes Haus spricht von „falscher Empörung“ und löscht den Beitrag
Nachdem US-Präsident Donald Trump ein Video gepostet hat, in dem der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen dargestellt werden, wiegelt das Weiße Haus Kritik daran ab. „Das stammt aus einem Internet-Meme-Video, in dem Präsident Trump als König des Dschungels und die Demokraten als Figuren aus dem König der Löwen dargestellt werden“, schreibt die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in einem Statement an US-Medien. „Bitte hören Sie mit Ihrer vorgetäuschten Empörung auf und berichten Sie heute über etwas, das für die amerikanische Öffentlichkeit tatsächlich von Bedeutung ist", heißt es darin weiter.
Vor diesem Statement hatte ein Insider des Weißen Hauses dem Sender CNN noch gesagt, das Video sei von einem Mitarbeiter versehentlich gepostet worden. Es sei inzwischen gelöscht. Und tatsächlich ist der Post auf Trumps Profil nicht mehr abrufbar.
Das Video, bei dem es vordergründig um angebliche Manipulationen bei der US-Wahl 2020 geht, hatte große Empörung ausgelöst. „Trump hat gerade ein Video auf Truth Social gepostet, das ein rassistisches Bild von Barack und Michelle Obama als Affen enthält. Tiefer geht es nicht“, hieß es auf dem regierungskritischen X-Konto Republicans against Trump.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentenwahl gilt, griff die Kritik auf. „Widerliches Verhalten des Präsidenten. Jeder einzelne Republikaner muss das verurteilen. Sofort.“, heißt es in einem Post seines Pressebüros.
Irans Außenminister spricht nach Gesprächen mit USA von „gutem Anfang“
Iran zeigt sich nach einer ersten Verhandlungsrunde im Konflikt mit den USA leicht optimistisch. „Es war ein guter Anfang“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung des Gastgebers Oman dem Staatsfernsehen seines Landes. „Wir sind dabei, Misstrauen abzubauen“, fügte der Minister in der omanischen Hauptstadt Maskat hinzu.
Auf eine Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt werden, legte sich Araghtschi nicht fest. Beide Regierungsdelegationen kehren nach seinen Worten zunächst zu Beratungen in ihre Hauptstädte zurück. Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf der Plattform X, die Entscheidung über weitere Verhandlungsrunden werde „in Abstimmung mit den jeweiligen Hauptstädten“ entschieden.
Omans Außenminister Badr al-Bussaidi bezeichnete die Gespräche auf X als „sehr ernst“. Ziel der Vermittlung sei es gewesen, die Positionen beider Seiten zu klären und mögliche Ansatzpunkte für Fortschritte zu identifizieren. Das Außenministerium in Maskat teilte mit, al-Bussaidi habe sich jeweils separat mit Araghtschi sowie der US-Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. „Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)“, hieß es in der Mitteilung.
Bei den Gesprächen ging es aus iranischer Sicht um das umstrittene Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas, der Hisbollah-Miliz in Libanon und der Huthi in Jemen Themen sein müssen.












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