Ein weiteres "Grüffelo"-Bilderbuch sollte es nie geben, sagten die Schöpfer. Julia Donaldson und Axel Scheffler legen doch nach – mit einer neuen Figur: der Grüffelo-Oma.
6. Februar 2026, 18:35 Uhr Quelle: DIE ZEIT
Das neue Grüffelo-Bilderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler heißt Die Grüffelo-Oma. Es wird am 10. September im englischen Original
erscheinen. Die deutsche Übersetzung erfolgt zwei Wochen später, am 24.
September. Den Buchtitel und die neue Figur sollte der deutsche Illustrator Scheffler im Frankfurter Literaturhaus enthüllen, wo die Monster-Oma
überlebensgroß an die Fassade projiziert wird. Zeitgleich war die Gruffelo-Granny, also die Grüffelo-Großmutter, in London auf den Außenwänden der British Library zu sehen.
"Es war eine kleine Herausforderung, eine alte und weibliche Figur zu zeichnen", sagte Scheffler der ZEIT über die Arbeit an dem neuen Buch. "Die Grüffelos haben einen evolutionären Schritt gemacht und machen nun Sachen, von denen wir nicht wussten, dass sie sie können." Die Illustrationen habe er bereits fertiggestellt, sagte Scheffler. Mehr dürfe er aber über den Inhalt nicht verraten.
Das erste Buch Der Grüffelo und der Nachfolger Das Grüffelokind erschienen zeitnah 1999 und 2004. Nun musste Scheffler sich mehr als 20 Jahre später in den tiefen, dunklen Wald zurück malen. "Ich glaube, es ist mir gelungen, so zu zeichnen, dass die Bücher gut zusammenpassen", sagte Scheffler. Dass er überhaupt einen dritten Band illustrieren würde, habe ihn selbst überrascht. "Nachdem ich Jahrzehnte lang sagte, es würde bestimmt keine weitere 'Grüffelo'-Geschichte geben, kam plötzlich unangekündigt ein wunderschöner Text von Julia auf meinen Zeichentisch geflattert – in Wirklichkeit kam er natürlich per E-Mail."
"Grüffelo" bei Leseförderung eingesetzt
Die britische Autorin Donaldson sagte über die Entstehung der Grüffelo-Oma: "Die Grundidee für die Geschichte hatte ich tatsächlich schon vor langer Zeit, aber ich wusste nicht, wie ich sie entwickeln sollte." Angespornt habe sie schließlich, dass die ersten beiden Grüffelo-Bilderbücher vom britischen National Literacy Trust für "Early-Words-Matter" genutzt werden, ein Programm zur Sprach- und Leseförderung von Kindern aus bildungsfernen Familien vor der Einschulung. "Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Kinder – und auch Erwachsene – dieses neue Bilderbuch lieben werden, weil ich weiß, was für eine wunderbare Erfahrung das gemeinsame Lesen sein kann."
Der Grüffelo gilt bereits als ein moderner Klassiker der Kinderliteratur und ist ein internationaler Bestseller. Der erste und der zweite Band wurden in 115 Sprachen und Dialekte übersetzt und haben sich weltweit mehr als vier Millionen Mal verkauft. Die deutschen Übersetzungen aller Grüffelo-Bücher erscheinen im Verlag Beltz & Gelberg.

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